GanzTierisch_Blog

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Kategorie: Meine Erfahrungen mit den Tieren

  • 26.12.2025Von Wuselwichten, Fehmarn und dem Mut zum Neuanfang

    Die letzten Stunden von Weihnachten sind angebrochen und hüllen alles in eine sanfte Stille. Während ich diese Zeilen schreibe, ist es im Haus endlich ruhig geworden; alle schlafen. Auch draußen bei den Welpen in ihrer Wurfbox kehrt nun langsam Frieden ein. Nach dem letzten Übermut sind die Bäuchlein satt und einer nach dem anderen schlummert zufrieden ein. Es ist dieser ganz besondere Moment, der den Raum öffnet, um auf ein Jahr 2025 zurückzublicken, das mich so vieles gelehrt hat.

    Dieses Jahr war für mich eine tiefe Reise der Emotionen, geprägt von meinem zweiten Jahr ohne meine Mum. Dass ich am selben Tag wie sie geboren wurde, macht unsere Verbindung für mich immer zu etwas ganz Kostbarem – auch wenn ich mir eingestehen muss, dass ich im Trubel des Alltags viel zu selten auf dem Friedhof war. Doch mein Geburtstag hielt dieses Jahr ganz eigene, wunderschöne Wendungen bereit: Ich durfte BonusMama werden und unsere Prinzessin zog bei uns ein. Diese Ereignisse sind Geschenke des Lebens, die alles einfach reicher machen, dein Kind ist ein Wunder, das uns begleitet.

    Die Kraft, meinen eigenen Weg wiederzufinden, kam aus meiner ganz persönlichen Entwicklung. Nach meiner Brustkrebserkrankung fühlte ich mich lange Zeit verloren, als würde ich ohne festes Ziel durch mein Leben „dümpeln“. Doch dann fand ich das fehlende Puzzleteil: Die Bekanntschaft mit Reico hat mein Leben verändert. Das Wissen um das mineralische Gleichgewicht hat mir eine Aufgabe geschenkt, die mich erfüllt. Heute ist mein Weg ganz klar und ich weiß genau, wo ich hingehöre.

    Auch zeitlich war dieses Jahr ein echtes Abenteuer. Es begann damit, dass wir mit viel Herzblut unseren Wohnwagen ausgebaut haben, bereit für die weite Welt. Doch als im Sommer acht Welpen unsere volle Aufmerksamkeit brauchten, musste unser Traum vom Norwegen-Urlaub erst einmal warten. In diesem Moment zeigte sich jedoch, was wahre Freundschaft bedeutet: Dank ganz toller Menschen, die inzwischen fest in meinem Herzen verankert sind, erlebten wir stattdessen zwei fantastische Wochen auf der Insel Fehmarn. Mit dem Wohnwagen, den Welpen, zwei erwachsenen Hunden und drei Kindern war es eine Zeit voller Lachen, die ich niemals vergessen werde. Insgesamt durfte ich in diesem Jahr 22 kleinen Seelen auf die Welt helfen, und während ich das schreibe, erfüllt mich das mit großer Demut.

    Bevor das Jahr nun endgültig ausklingt, führt mich mein Weg am Sonntag noch einmal nach Neubrandenburg auf den Flohmarkt. Dort werde ich mit meinen Reico-Sachen vor Ort sein, um aufzuklären. Es ist mir ein Herzensbedürfnis, mit den alten Ernährungsmythen aufzuräumen – etwa, dass Nudeln eine Hauptnahrung seien oder dass Hunde ständig Abwechslung im Napf bräuchten. Ich möchte zeigen, wie viel Lebensqualität eine artgerechte Basis schenken kann.

     Die kommende Woche bleibt emotional, wenn am Montag das Impfen und Chippen der 14 Wuselwichte ansteht und am Dienstag die ersten beiden in ihr neues Zuhause ziehen. Silvester machen wir es uns dann ganz leise gemütlich. Während die Welt draußen laut wird, halten mein „großes Kind“ und ich die Stellung für die 12 Welpen, die 4 Hunde und die zwei Kleinen, während mein Mann in der Nachtschicht arbeitet.

    Doch der Blick geht auch schon voller Vorfreude nach vorn auf das Jahr 2026. Wir starten im Januar mit einer kleinen Auszeit im Tropical Islands – ganz ohne Hunde, um einmal richtig durchzuatmen. Ein riesiges Dankeschön gilt hier meinen wunderbaren Nachbarn, die in dieser Zeit alles hier versorgen. Im Sommer wagen wir dann den zweiten Anlauf nach Norwegen; die Unterkunft ist gebucht (kann aber flexibel storniert werden. Getreu dem Motto: „Sicher ist besser“) und Trudi und Pumba werden uns begleiten. Und für das nächste Silvester steht der Plan bereits fest: Wir fahren alle gemeinsam in die Niederlande, dorthin, wo es kein privates Feuerwerk gibt und wir den Jahreswechsel in vollkommener Ruhe genießen können. Ich gehe mit einem klaren Blick und viel Liebe im Herzen aus diesem Jahr. Danke 2025, für alles, was du mich gelehrt hast. Danke an all die Menschen, die meinen Lebensweg kreuzten, manche blieben kurz, manche länger. Aber jeder einzelne machte das Jahr zudem, was es war. 

  • 24.12.2025Besinnlichkeit vs. Brückenbau

    Gestern Abend, Punkt 21:45 Uhr. Ich saß endlich da, atmete zum ersten Mal richtig durch und spürte, wie die Last eines 12-Stunden-Tages langsam von meinen Schultern rutschte. Wenn ich jetzt, am Morgen danach, zurückblicke, wird mir erst klar, wie viel emotionale Kraft dieser gestrige Tag eigentlich gekostet hat.

    Weihnachten war für mich gestern vor allem ein Tag der Bedürfnisse. Da prallten Welten aufeinander, und ich stand mittendrin. Auf der einen Seite meine drei Kinder: Die kleine Prinzessin, die noch so wunderbar in ihrer eigenen, friedlichen Welt schlummert und vom Trubel nichts ahnt. Auf der anderen Seite meine zwei Jungs, deren Aufregung fast greifbar war. Diese Mischung aus Vorfreude, tausend Fragen und dieser riesigen Erwartungshaltung, der man als Mama so gern gerecht werden möchte – das ist wunderschön, aber es saugt einen auch förmlich leer.

    Und dann sind da die „Großen“. Mein Vater und meine Schwiegermutter, beide verwitwet. Es hat mich gestern emotional tief berührt zu sehen, wie sie in ihren völlig unterschiedlichen Welten leben. Ich habe mich oft zerrissen gefühlt, wollte für beide da sein, Brücken bauen, Trost spenden und gleichzeitig die fröhliche Weihnachtsstimmung aufrechterhalten. Manchmal fühlt es sich an, als müsste man die ganze Welt auf den Schultern tragen, damit niemand sich allein fühlt.

    Dabei war der Morgen noch so friedlich – Welpen kuscheln, Geschenke unter dem Baum, ein kurzes Aufatmen während des Mittagsschlafs der Kids. Aber dann kam dieser Moment, in dem die Besinnlichkeit in puren logistischen Stress umschlug. Ich fühlte mich in diesem Moment so weit weg von der „perfekten Weihnachtsfrau“. Während mein Mann noch losraste, um die Klöße zu retten, stand ich zwischen Windeln, dem Weihnachtsmannkostüm und den Hinterlassenschaften von 14 Welpen. Kacka wegmachen, während man eigentlich schon auf dem Sprung zu Opa ist. Ich wollte einfach nur kurz duschen, mich einmal kurz wie „ich“ fühlen und nicht nur wie die Koordinatorin des Wahnsinns – aber keine Chance. Diese Dusche musste bis spät in die Nacht warten.

    Ich sage es ganz offen: Ohne meinen Mann hätte ich gestern einen Nervenzusammenbruch erlitten. Er ist mein Ruhepol. Wenn alles um mich herum zu laut, zu viel und zu fordernd wird, ist er da. Er hält mich aus, er hält mich fest und er übernimmt, wenn ich nicht mehr kann. Diese Dankbarkeit für ihn war gestern mein stärkstes Gefühl.

    Dieser Wahnsinnstag ist vorbei. Die Pflichten sind erfüllt, die Erwartungen bedient. Und jetzt? Jetzt fängt Weihnachten für mich erst richtig an. Ich ziehe mich zurück in mein kleines Imperium. Die nächsten zwei Tage gehören nur meinem Mann, meinen Jungs, der Prinzessin und unseren 18 Hunden. Inmitten von vier großen Hunden und 14 wuseligen Welpen finde ich mein Gleichgewicht wieder. Hier muss ich keine Brücken bauen, hier darf ich einfach nur sein.

    Wie habt ihr euer Weihnachten verbracht? Gab es einen Moment, der besonders hervor gestochen ist? Lass es mich gerne wissen. 

  • 03.12.2025 Pumbas Kastration, Welpenalarm und morgen: Elf Jahre Chaos-Glück!

    Kaum zu glauben, aber die Adventszeit hat schon begonnen! Überall funkeln Lichter, und der Geruch von Zimt liegt in der Luft. Man könnte meinen, es sei die stille, besinnliche Zeit. Bei uns? Nun, besinnlich ist das falsche Wort – hier herrscht das ganz normale, wunderbare Chaos!

    Und als wäre das nicht genug: Morgen feiert unser großes Kind den 11. Geburtstag! Elf Jahre mit einem Kind, das die Welt auf seine ganz eigene, wunderbare und oft intensive Weise sieht. Ein echter Wirbelwind voller Ideen, dessen Kopf niemals stillsteht und der unser Leben jeden Tag bunter, lauter und herzlicher macht. Wir versuchen, inmitten von Welpen, Genesung und Alltagsstress einen Tag zu zaubern, der genau so einzigartig und besonders ist wie unser großes Kind selbst.

    Die neuesten Nachrichten? Magen-Darm-Alarm in der Kita! Um dem Virus zu entkommen, bleiben die zwei Kleinen diese Woche vorsichtshalber zu Hause. Die gute Nachricht: Sie sind topfit. Die Herausforderung für meinen Zeitplan: Ich habe jetzt zwei kerngesunde Energiebündel daheim, die den ganzen Tag Action wollen! Statt Ruhephasen gibt es also volles Entertainment-Programm – zusätzlich zum ganz normalen Wahnsinn.

    Seit dem 1. Dezember ist morgens in der Küche der Kalender-Run. Die drei Menschenkinder strahlen, sobald sie vor ihren Türchen und Säckchen stehen. Es wird aufgeregt geöffnet, getauscht, und dabei ganz nebenbei das halbe Frühstück verschüttet. Dieses vorweihnachtliche Wusel-Bild ist unser täglicher Start in den Advent.

    Apropos Advent: Die Kinder sind fest davon überzeugt, dass der Weihnachtsmann nachts unser Haus schmückt. Das Problem? Bisher hat er wohl keine Zeit gefunden. Zwischen Welpenfüttern, Pumbas Genesung, Geburtstagsvorbereitungen, Kinder-Bespaßung und dem Schulwahnsinn hatte ich selbst noch keine einzige Minute für die Deko! Mal sehen, wann der Weihnachtsmann (also ich ) es schafft, die Kisten vom Dachboden zu holen.

    Ein bisschen Deko-Neid kommt dann abends doch auf – ausgerechnet bei unseren Nachbarn. Wir sind, sagen wir mal, nicht gerade die besten Freunde, aber ihr Haus ist schon hell erleuchtet und strahlt in alle Richtungen. Und unser mittleres Kind? Es steht jeden Abend am Fenster, bewundert völlig fasziniert das Lichtermeer von drüben und freut sich einfach nur an dem Glanz. Ganz ohne Vorbehalte. Da wird einem warm ums Herz (auch wenn mein eigenes Haus noch dunkel ist).

    Doch die Feiertagsstimmung wurde diese Woche von einem emotionalen Ereignis begleitet: Pumba, unser geliebter Zuchtrüde, wurde kastriert.

    Pumba hat uns so tolle Würfe geschenkt, aber jetzt ist es Zeit für ihn, in den wohlverdienten „Ruhestand“ zu gehen. Der Eingriff ist gut verlaufen, und er erholt sich tapfer. Er muss jetzt besonders verwöhnt werden – und im Haus bleiben.

    Das führt direkt zu einem neuen Drama: Unsere Welpen sind zum Glück nicht im Haus, aber dafür derzeit Pumba! Und er hat mit seinem Leckschutz-Schirm einen Weg gefunden, uns zu zeigen, wie viel ihm sein neuer Lebensabschnitt wert ist: Ein Stück Tapete musste dran glauben!  Die Kombination aus Schirm und Langeweile ist wohl fatal für unsere Wände.

    Während Pumba langsam wieder fit wird, wir die daheimgebliebenen „Kita-Flüchtlinge“ bespaßen, ein Geburtstag ansteht und unser Deko-Desaster droht, herrscht draußen im Welpenquartier Ausnahmezustand. Die Kleinen fordern ihre volle Aufmerksamkeit. Sie entdecken die Welt, raufen, fressen und machen natürlich eine Menge Unordnung – aber ihr Anblick ist einfach unschlagbar süß und entschädigt für jede schlaflose Nacht und jede ruinierte Wand.

    Die Kombination aus Pumbas Genesung (inklusive Tapeten-Opfer), den Welpen, dem Geburtstag und den wuseligen Kindern zu Hause macht unsere Adventszeit dieses Jahr alles andere als ruhig.

    Und der heutige Abend? Der ist noch lange nicht vorbei. Denn gerade fiel uns siedend heiß ein: Die Geschenke verpacken sich leider nicht von selbst! Und da wäre noch eine riesige Tüte Luftballons, die aufgepustet werden will, damit das Wohnzimmer morgen früh auch wirklich nach Geburtstag aussieht. Also heißt es jetzt: Puste-Lunge trainieren und Geschenkpapier-Schlacht statt Sofa.

    Und wenn wir ganz ehrlich sind: Wir sind platt. Die Vorfreude auf morgen hält sich gerade in Grenzen, und der Gedanke, dass der Wecker in wenigen Stunden den Startschuss für den nächsten Marathon aus Kinder-Animation, Welpen-Chaos und Hunde-Pflege gibt, lässt uns eher tief seufzen als jubeln. Wir funktionieren im Energiesparmodus und hoffen einfach, dass der Kaffee morgen stark genug ist, um diesen Wahnsinn noch einmal zu wuppen. Gute Nacht (hoffentlich bald) – wir brauchen sie dringend!