Kaum zu glauben, aber die Adventszeit hat schon begonnen! Überall funkeln Lichter, und der Geruch von Zimt liegt in der Luft. Man könnte meinen, es sei die stille, besinnliche Zeit. Bei uns? Nun, besinnlich ist das falsche Wort – hier herrscht das ganz normale, wunderbare Chaos!
Und als wäre das nicht genug: Morgen feiert unser großes Kind den 11. Geburtstag! Elf Jahre mit einem Kind, das die Welt auf seine ganz eigene, wunderbare und oft intensive Weise sieht. Ein echter Wirbelwind voller Ideen, dessen Kopf niemals stillsteht und der unser Leben jeden Tag bunter, lauter und herzlicher macht. Wir versuchen, inmitten von Welpen, Genesung und Alltagsstress einen Tag zu zaubern, der genau so einzigartig und besonders ist wie unser großes Kind selbst.
Die neuesten Nachrichten? Magen-Darm-Alarm in der Kita! Um dem Virus zu entkommen, bleiben die zwei Kleinen diese Woche vorsichtshalber zu Hause. Die gute Nachricht: Sie sind topfit. Die Herausforderung für meinen Zeitplan: Ich habe jetzt zwei kerngesunde Energiebündel daheim, die den ganzen Tag Action wollen! Statt Ruhephasen gibt es also volles Entertainment-Programm – zusätzlich zum ganz normalen Wahnsinn.
Seit dem 1. Dezember ist morgens in der Küche der Kalender-Run. Die drei Menschenkinder strahlen, sobald sie vor ihren Türchen und Säckchen stehen. Es wird aufgeregt geöffnet, getauscht, und dabei ganz nebenbei das halbe Frühstück verschüttet. Dieses vorweihnachtliche Wusel-Bild ist unser täglicher Start in den Advent.
Apropos Advent: Die Kinder sind fest davon überzeugt, dass der Weihnachtsmann nachts unser Haus schmückt. Das Problem? Bisher hat er wohl keine Zeit gefunden. Zwischen Welpenfüttern, Pumbas Genesung, Geburtstagsvorbereitungen, Kinder-Bespaßung und dem Schulwahnsinn hatte ich selbst noch keine einzige Minute für die Deko! Mal sehen, wann der Weihnachtsmann (also ich ) es schafft, die Kisten vom Dachboden zu holen.
Ein bisschen Deko-Neid kommt dann abends doch auf – ausgerechnet bei unseren Nachbarn. Wir sind, sagen wir mal, nicht gerade die besten Freunde, aber ihr Haus ist schon hell erleuchtet und strahlt in alle Richtungen. Und unser mittleres Kind? Es steht jeden Abend am Fenster, bewundert völlig fasziniert das Lichtermeer von drüben und freut sich einfach nur an dem Glanz. Ganz ohne Vorbehalte. Da wird einem warm ums Herz (auch wenn mein eigenes Haus noch dunkel ist).
Doch die Feiertagsstimmung wurde diese Woche von einem emotionalen Ereignis begleitet: Pumba, unser geliebter Zuchtrüde, wurde kastriert.
Pumba hat uns so tolle Würfe geschenkt, aber jetzt ist es Zeit für ihn, in den wohlverdienten „Ruhestand“ zu gehen. Der Eingriff ist gut verlaufen, und er erholt sich tapfer. Er muss jetzt besonders verwöhnt werden – und im Haus bleiben.
Das führt direkt zu einem neuen Drama: Unsere Welpen sind zum Glück nicht im Haus, aber dafür derzeit Pumba! Und er hat mit seinem Leckschutz-Schirm einen Weg gefunden, uns zu zeigen, wie viel ihm sein neuer Lebensabschnitt wert ist: Ein Stück Tapete musste dran glauben! Die Kombination aus Schirm und Langeweile ist wohl fatal für unsere Wände.
Während Pumba langsam wieder fit wird, wir die daheimgebliebenen „Kita-Flüchtlinge“ bespaßen, ein Geburtstag ansteht und unser Deko-Desaster droht, herrscht draußen im Welpenquartier Ausnahmezustand. Die Kleinen fordern ihre volle Aufmerksamkeit. Sie entdecken die Welt, raufen, fressen und machen natürlich eine Menge Unordnung – aber ihr Anblick ist einfach unschlagbar süß und entschädigt für jede schlaflose Nacht und jede ruinierte Wand.
Die Kombination aus Pumbas Genesung (inklusive Tapeten-Opfer), den Welpen, dem Geburtstag und den wuseligen Kindern zu Hause macht unsere Adventszeit dieses Jahr alles andere als ruhig.
Und der heutige Abend? Der ist noch lange nicht vorbei. Denn gerade fiel uns siedend heiß ein: Die Geschenke verpacken sich leider nicht von selbst! Und da wäre noch eine riesige Tüte Luftballons, die aufgepustet werden will, damit das Wohnzimmer morgen früh auch wirklich nach Geburtstag aussieht. Also heißt es jetzt: Puste-Lunge trainieren und Geschenkpapier-Schlacht statt Sofa.

Und wenn wir ganz ehrlich sind: Wir sind platt. Die Vorfreude auf morgen hält sich gerade in Grenzen, und der Gedanke, dass der Wecker in wenigen Stunden den Startschuss für den nächsten Marathon aus Kinder-Animation, Welpen-Chaos und Hunde-Pflege gibt, lässt uns eher tief seufzen als jubeln. Wir funktionieren im Energiesparmodus und hoffen einfach, dass der Kaffee morgen stark genug ist, um diesen Wahnsinn noch einmal zu wuppen. Gute Nacht (hoffentlich bald) – wir brauchen sie dringend!

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