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12.12.2025 Diagnose Krebs mit 32: Warum mich meine eigene Vergangenheit zur strengsten Kritikerin beim Hundefutter gemacht hat

Als Tierhalter wollen wir nur das Beste für unsere Lieblinge. Doch wer im Supermarkt zur bunten Dose greift, kauft oft die „Katze im Sack“. Der Unterschied zwischen industriellem Futter und echtem Naturfutter ist chemisch und biologisch riesig – aber oft gut versteckt.

Das beginnt schon beim Kleingedruckten. Industriefutter nutzt oft die sogenannte „geschlossene Deklaration“. Da liest man dann schwammige Formulierungen wie „Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse (davon 4% Huhn)“. Das ist vergleichbar mit einer Gulaschsuppe, bei der vorne „mit Rind“ draufsteht, in der Dose aber faktisch nur 4% Rindfleisch schwimmen. Die restlichen 96% sind ein Brei aus Schwein, Pute oder ganz anderen Tieren – was gerade am billigsten auf dem Weltmarkt zu haben war. Naturfutter hingegen nutzt die offene Deklaration. Da steht exakt: „60% Rindfleisch, 20% Rinderherz…“. Man kauft kein Überraschungsei, sondern genau das, was auf der Dose steht.

Auch die Qualität der Proteine ist entscheidend, denn Protein ist nicht gleich Nährstoff. 

Ein drastischer Vergleich verdeutlicht das: Eine alte Leder-Schuhsohle besteht chemisch gesehen fast nur aus Protein. Analysiert man sie im Labor, hat sie fantastische Werte. Frisst der Hund sie aber, hat er nichts davon – er kann das Leder nicht verdauen, scheidet es wieder aus und belastet dabei unnötig seine Nieren. Industriefutter nutzt oft solche minderwertigen Proteine wie Federn, Klauen oder Horn, um die Analysewerte aufzuhübschen. Naturfutter setzt auf Muskelfleisch und hochwertige Innereien. Das ist der Unterschied zwischen einem saftigen Steak und dem Kauen auf einem Ledergürtel: Beides ist Tier, aber nur eines ist echte Nahrung.

Viele Besitzer wundern sich oft: „Aber mein Hund liebt das billige Futter!“ Das ist kein Zufall, das ist Design. Da die Zutaten oft minderwertig sind und kaum Eigengeschmack haben, muss nachgeholfen werden. Das Prinzip kennen wir aus dem Supermarkt von Fertiggerichten: Sie schmecken oft intensiv und „lecker“, aber der Geschmack kommt nicht von hochwertigen Zutaten, sondern aus dem Labor durch Geschmacksverstärker, Aromen und Zucker. Genauso funktioniert Industriefutter: Zucker – oft getarnt als „FOS oder MOS“ – und künstliche Aromen sorgen für die Akzeptanz. Naturfutter braucht das nicht. Es riecht nach Fleisch, weil Fleisch drin ist. Ein Hund, der umgestellt wird, ist oft erst mal verwirrt, weil die künstlichen „Geschmacks-Explosionen“ fehlen – doch schon bald merkt der Körper: Jetzt kommt echte Energie an.

Die Quittung kommt leider oft Jahre später. Ähnlich wie bei uns Menschen, wenn wir uns jahrelang nur von Fast Food ernähren, rächt sich die Bequemlichkeit irgendwann. Die Nieren und die Leber müssen Schwerstarbeit leisten, um die minderwertigen Proteine und synthetischen Zusatzstoffe abzubauen. Der Körper reagiert auf die dauerhafte Zufuhr von unbekannten Füllstoffen oft mit Unverträglichkeiten, Allergien und Juckreiz. Auch Übergewicht ist durch versteckten Zucker und viele Kohlenhydrate oft vorprogrammiert.

Doch es geht nicht nur um Allergien oder Krankheiten. Ich höre in meinem Umfeld und von anderen Hundehaltern immer wieder erschütternde Berichte von Hunden, die viel zu jung gestorben sind. Natürlich spielen hier auch Erbkrankheiten eine Rolle, das ist unbestritten. Aber wir dürfen die Augen nicht davor verschließen, dass oft auch die jahrelange Fehlernährung das Zünglein an der Waage ist. Ein Körper, der permanent gegen Chemie und minderwertige Stoffe ankämpfen muss, hat einfach keine Reserven für ein langes Leben. Wer beim Futter am falschen Ende spart, zahlt am Ende oft den höchsten Preis: Den vorzeitigen Verlust des geliebten Tieres.

Vielleicht fragst du dich jetzt, warum ich beim Thema Futter so penibel bin. Warum ich so tief in die Zutatenlisten eintauche und keine Kompromisse dulde. Die Antwort ist sehr persönlich: Ich weiß heute, welchen Preis wir für eine ungesunde Lebensweise zahlen können.

Vor drei Jahren erhielt ich die Diagnose Brustkrebs. Ich war damals gerade einmal 32 Jahre alt. Ein Alter, in dem man eigentlich mitten im Leben steht. Doch ich bin kein Einzelfall. Wir sehen es überall: Die Diagnosen treffen immer jüngere Menschen, die „Einschläge“ kommen früher, Allergien und chronische Krankheiten nehmen rasant zu. In der Zeit der Heilung habe ich viel nachgedacht. Für mich ist heute klar: Meine Lebensweise hat damals den Boden für die Krankheit bereitet.

Ich bin ein Kind der Selbstständigkeit. Meine Eltern waren fleißig, arbeiteten oft 60 Stunden die Woche, um uns ein gutes Leben zu ermöglichen. Doch der Preis war ein Alltag im Dauerstress. Meine Kindheit verbrachte ich oft zwischen Schreibtischen und gestressten Mitarbeitern. Gesundheit? Das war damals Nebensache. Im Auto wurde selbstverständlich geraucht – so war das früher eben, die Fenster blieben zu, der Qualm blieb drin. Und Ernährung bedeutete vor allem eines: Es musste schnell gehen. Mein Mittagessen war oft keine frisch gekochte Mahlzeit voller Vitamine, sondern eine 5-Minuten-Terrine. Wasser drauf, warten, satt.

Ich mache meinen Eltern keinen Vorwurf, sie haben in ihrer Zeit ihr Bestes gegeben. Aber ich habe daraus gelernt. Ich habe am eigenen Leib erfahren, dass der Körper kein Mülleimer ist, in den man wahllos Chemie und Stress kippen kann. Deshalb weht heute bei uns zu Hause ein anderer Wind – sehr zum Leidwesen meiner Kinder. Mein „Großer“ kann ein Lied davon singen und tut das auch regelmäßig lautstark. Da wird gemeckert und theatralisch mit den Augen gerollt, wenn ich ihn mal wieder zu Wasser und gesundem Körnerbrot „verdonnere“, statt ihn mit Limo und Weißbrot ziehen zu lassen. Er findet das natürlich total uncool und nervig. Aber diesen täglichen Kampf am Esstisch fechte ich gerne aus. Weil ich weiß, dass ich damit den Grundstein für seine Gesundheit lege, auch wenn er das jetzt noch nicht so sieht. 

Ich muss aber auch gestehen: Ich bin nicht als Expertin vom Himmel gefallen. Auch ich habe früher Industriefutter gefüttert. Ich habe es damals schlichtweg nicht besser gewusst. Ich habe den bunten Verpackungen und den Versprechungen der Werbung vertraut, genau wie viele von euch heute. Ich dachte, ich tue meinen Tieren etwas Gutes. Erst durch mein eigenes Schicksal habe ich angefangen, wirklich hinzuschauen und zu hinterfragen. Ich verurteile also niemanden – ich weiß selbst am besten, wie leicht man in diese Falle tappt.

Ganz besonders am Herzen liegen mir dabei auch die Kleinsten, unsere Welpen – die „Bärchen“. Sie werden hier liebevoll mit bestem Naturfutter großgezogen, um ihnen ein starkes Fundament für ihr ganzes Leben mitzugeben. Umso entsetzter bin ich oft – und da spreche ich auch vielen befreundeten Züchtern aus der Seele, die ebenfalls Naturfutter füttern – wenn wir sehen, wie bedenkenlos viele Menschen im neuen Zuhause direkt auf Industriefutter umstellen. Da wird ein perfekter Start oft aus Unwissenheit oder Bequemlichkeit zunichtegemacht. Gerade im Wachstum ist das fatal. Es tut uns in der Seele weh zu sehen, wenn die Gesundheit, die wir Züchter so sorgsam aufgebaut haben, durch minderwertiges Futter wieder eingerissen wird.

Ich kann die Vergangenheit nicht ändern, aber ich kann entscheiden, was heute im Napf landet. Deshalb ist mir Aufklärung so wichtig. Ich helfe euch gerne dabei, den Weg durch den undurchsichtigen Dschungel der Deklarationen zu finden. Ich möchte, dass ihr versteht, was ihr da eigentlich füttert. Diese Aufklärung und der Blick auf dein aktuelles Futter sind für dich völlig kostenlos und unverbindlich. Mir geht es hierbei nicht um Profit, sondern um die Sache an sich.

Denn ganz ehrlich: Was sind schon 10 Minuten Aufklärung im Gegensatz zu einem gesunden Leben?

Am Ende entscheidet jeder selbst. Und wenn jemand nach all den Infos immer noch Industriefutter geben möchte, dann ist das seine freie Entscheidung. Aber: Er tut es dann wenigstens nicht mehr aus Unwissenheit, sondern in voller Kenntnis der möglichen Konsequenzen. Ihr sollt eine echte Wahl haben – und dafür braucht man Fakten.

Denn am Ende gilt für uns wie für unsere Tiere:

Du bist, was du isst.

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