Manchmal fühlt sich das Leben an wie ein Film, bei dem man das Drehbuch während des Drehens umschreibt. Bei uns ist gerade genau diese Mischung aus Herzensangelegenheiten für die Hunde und Technik, die einen an den Rand des Wahnsinns treibt, an der Tagesordnung.
Rosi: Von der Beauty-Queen zum neuen Kennenlernen


In Sachen Rosi erleben wir gerade eine kleine emotionale Achterbahn. Vorgestern gab es für sie das volle Programm: Waschsalon Franzi hatte geöffnet. Sie wurde gewaschen und geföhnt, damit sie bei ihrem ersten Termin mit potenziellen neuen Besitzern so richtig strahlt.
Das Ergebnis? Gestern Morgen kam die Absage. Ein kleiner Stich ins Herz, aber wir lassen den Kopf nicht hängen. Wir suchen schließlich kein Übergangsquartier, sondern ihr endgültiges Zuhause. Wenn es nicht für beide Seiten zu 100 Prozent passt, dann ist es eben noch nicht der richtige Deckel für den Topf.
Heute steht bereits das nächste Vorstellungsgespräch an. Wir bleiben unserer Linie treu: Auch heute werden die Interessenten Rosi erst einmal kennenlernen und sie danach wieder mit uns nach Hause ziehen lassen. Wir finden es wichtig, dass jeder die Zeit bekommt, die Eindrücke sacken zu lassen. So eine Entscheidung trifft man nicht zwischen Tür und Angel.
Wenn der neue Bus zum Abenteuer wird
Als hätte die Aufregung um die Vermittlung nicht gereicht, hat mein neuer Bus beschlossen, mich auf die Probe zu stellen. Erst wollte er morgens gar nicht anspringen. Mit Hilfe meines Mannes gab es eine neue Batterie – und zwei Tage lang schien die Welt in Ordnung.
Gestern auf dem Heimweg passierte es dann: Mitten auf der Strecke lässt mich das gute Stück wieder im Stich. Batterie leer. Da stehst du dann, den Kopf voll mit Plänen und die Rücksitzbank voll mit drei Kindern. In solchen Momenten zeigt sich, wer die wahren Helden des Alltags sind: Netflix und das Handy. Peppa Pig wurde zum offiziellen Kinder-Entertainer, während ich draußen operieren musste. Motorhaube auf, Starterkabel und Powerbank dran – und siehe da: Er läuft.
Die Powerbank ist bereits wieder voll aufgeladen und wird ab heute mein ständiger Begleiter sein. Man muss dem Schicksal ja nicht auch noch die Tür aufhalten.
Der Masterplan: Mission Hessen via Hannover
Da wir noch eine dritte Partei in Hessen haben, rauchte mir der Kopf bezüglich der Logistik. Mit drei Kindern, davon ein Schulkind, mal eben quer durch Deutschland zu fahren, ist eigentlich nur am Wochenende möglich.
Aber dann kam die Lösung für mein Gewissen und den Terminkalender: Da ich am 18. sowieso beruflich in Hannover bin, machen wir eine Kombi-Tour daraus. Von dort aus sind es nur noch knapp zwei Stunden Fahrt. Rosi wird mich also nach Hannover begleiten, um von dort aus die Interessenten aus Hessen kennenzulernen. Erst wenn alle Beteiligten sich ein Bild machen konnten, entscheiden wir, was das Beste für Rosi ist.
Manchmal fühlt sich mein Alltag genau so an, wie der Titel meines Buches es beschreibt: Eher unwahrscheinlich… Unwahrscheinlich, dass der Bus hält, unwahrscheinlich, dass die Planung aufgeht – und doch stehen wir jeden Tag wieder da und bauen uns unsere Welt zusammen.
Wie sieht es bei euch aus? Seid ihr auch schon mal zur logistischen Höchstform aufgelaufen oder musstet euer Auto mit purer Willenskraft und einer Powerbank zur Weiterfahrt überreden? Schreibt es mir in die Kommentare.

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