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Autor: GanzTierisch

  • 08.12.2025Gummistiefel, Großeinkauf und 160 Wickelunterlagen: Wenn der Alltag eskaliert

    Es gibt Tage, da fühlt sich das Leben nicht wie ein sorgfältig geplantes Ballett an, sondern eher wie eine Szene aus einem schlechten Actionfilm, bei dem man selbst der Stuntman, Regisseur und das Hindernis ist. Genau so ein Tag war heute.

    Um 6:50 Uhr katapultierte es mich aus dem Bett. Hektik brach aus, denn das Schulkind hatte nur 15 Minuten, um sich auf den Weg zu machen – eine Mission, die pure Adrenalinausschüttung bedeutet, da der Schulbus keine Sekunde wartet und gnadenlos ohne ihn abfährt! Zeitgleich versuchte ich, die süßen Kita-Flüchtlinge zu bändigen. Sie sind zwar präventiv zu Hause, aber ihre Energie ist alles andere als präventiv gedämpft.

    Die Logistik eskalierte sofort zur Farce: Mein Auto ist in der Werkstatt. Also den Nachbars-Wagen geborgt. Kinderwagen und Kindersitz? Natürlich im Werkstatt-Auto! Also schleppte ich Ersatzsitz und das kleinste Kind durch den Regen. Draußen war es nass, und das mittlere Kind, vielleicht, weil es dachte, es sei ein Meister der Bodenakrobatik, fiel dreimal hin. Ich sah aus wie eine nasse Katze, die versucht, eine Welpen-Großfamilie zu managen.

    Trotzdem ging es in die Stadt. Erst zur Physiotherapie – Entspannung kann man das nicht nennen, wenn zwei Kleinkinder unter der Liege Höhlenforschung betreiben. Danach ins Krankenhaus, um meinen lieben Papa nach seiner Entlassung abzuholen. Die Kinder schliefen auf der Rückfahrt, was die erste gottgegebene Stille des Tages war.

    Zurück zu Hause hätte es Mittagessen geben sollen, aber die Realität war ein Müdigkeits-Tsunami: Die kleinen Schatzsucher waren so fertig, dass sie ohne Mittagessen ins Bett mussten. Wir leben nach dem Motto: Schlaf ist wichtiger als eine warme Mahlzeit! Also wurde geschlafen, gegessen erst nach dem Mittagsschlaf.

    Danach ging es wieder los, die Kinder ausgeschlafen, wir ins geliehene Auto, um den Wagen vollzutanken und den dringend notwendigen Einkauf zu erledigen. Dabei mutierte ich bei Lidl zur Großeinkäuferin für Hundehygiene: Ich kaufte wortwörtlich alle Wickelunterlagen, die sie hatten – 8 Pakete à 20 Stück. Wer mich da beobachtet hat, dachte sicher, ich würde eine komplette Kinderkrippe eröffnen.

    Mein Mann, der Held des Tages, war seit dem frühen Morgen unterwegs, um seine Mutter nach der OP zu begleiten. Er kam um 15:30 Uhr nur kurz, um mein Auto zu retten – und fuhr dann schon wieder los. Ich hatte den Welpen- und Kinderdienst. Das ist gerade besonders glamourös, da die Kleinen wegen der Wurmkur Durchfall haben, der fies im Fell klebt. Diesen bekämpfen wir aber direkt mit „Naturkraft Pro 5“ von Reico. Zum Glück gibt es Feuchttücher, die momentan zur absoluten Grundausstattung gehören! Irgendwann kippte das Chaos in reinen Kontrollverlust, was meinen Putzwahn auslöste. Ihr kennt das, oder? Man beginnt zu putzen und entsorgt dabei aus Versehen sämtliches Zeug, das die Kinder liebten: Ü-Eier-Figuren, ach so wichtige Zettel, Deckel-lose Tupper-Schüsseln. Hauptsache, es ist weg!

    Doch inmitten des Wahnsinns gab es diesen einen, heiligen Moment: Bevor der Tag endgültig zu Ende war, gab es noch die übliche abendliche Tanzrunde mit dem Zweijährigen. Diese paar Minuten, in denen wir einfach albern sind und zu schiefer Musik herumhüpfen, sind das beste Gegenmittel gegen jede Eskalation.

    Jetzt sitze ich hier, das Haus ist still, und ich schreibe, während ich auf 22:00 Uhr warte. Dann steht die letzte, ruhige und zärtliche Fütterungsrunde für die Welpen an.

    Dieser Tag war ein Marathon, gefüllt mit Liebe, Regen, logistischen Albträumen und ungewollten Müll-Entsorgungen. Er war chaotisch, aber er war unser Tag.

    An alle, die heute auch unaufhörlich jongliert haben – wir sind nicht allein! Wir schaffen das. An Tagen wie diesen hilft mir Mentamin aus der Humanproduktreihe von Reico, damit kann ich das alles viel entspannter sehen und über die entsorgten Schätze von gestern lachen. Stoßen wir auf die Tanzrunden und die Feuchttücher an, die uns durch all das tragen.

    P.S.: Das Chaos ist auch zuckersüß! Sieben der vierzehn kleinen Fellknäuel suchen noch ihren Kuschelplatz auf Lebenszeit. Ein bisschen mehr Chaos, mit einem wedelnden Schwanz, kann man doch immer gebrauchen, oder?

    Morgen wird sicher… anders. Aber heute war heute.

  • 04.12.202511. Geburtstag, ein Notfall und der Held des Tages: Wenn das Chaos plötzlich zur Stütze wird

    Heute war so ein Tag, an dem das Leben alle Facetten gezeigt hat – von purer Freude bis zu tiefen Sorgen. Eigentlich stand alles im Zeichen der Feier: Unser großes Kind wurde stolze 11 Jahre alt!

    Der Morgen startete magisch: Geschenke, Kerzen, strahlende Augen – ein perfekter Start in den Ehrentag. Doch das Glück musste warten: Nach dem Frühstück ging unser großes Kind pünktlich in die Schule. Und dann begann der Wahnsinn, den nur die Selbstständigkeit im Home-Office kennt.

    Während das Geburtstagskind in der Schule war, mein Mann – eigentlich krankgeschrieben – mit dem kleinen Kind daheim war, verbrachte ich den halben Vormittag telefonierend draußen, weil Ruhe im Haus momentan ein Fremdwort ist. Ich dachte, die „draußengestaltete“ Distanz, wohlgemerkt bei 2 Grad Außentemperatur, würde für ungestörtes Arbeiten sorgen. Falsch gedacht!

    Als ich zurückkam, hatte sich in der Küche ein eigenes kleines Drama abgespielt: Unser Zweijähriger hatte die Gunst der Stunde genutzt und den sorgfältig vorbereiteten Geburtstagsteller des großen Kindes – das in der Schule nichts ahnte – komplett leer gefuttert! Feine kleine Süßigkeiten, sorgfältig arrangiert – weg! Das ist natürlich ein Desaster, das das Geburtstagskind nach seiner Rückkehr erwartete. Aber man muss auch die positiven Dinge sehen: Immerhin hat der kleine Räuber das Papier und die Verpackungen danach ordnungsgemäß im Mülleimer entsorgt! Ein echtes Talent für Ordnung, aber leider erst nach dem Chaos.

    Der Ärger um den Teller war gerade halbwegs verdaut, als nach der Schule die Stimmung endgültig kippte. Der Geburtstagstrubel war vorbei, und die Ansage kam: Das Zimmer muss aufgeräumt werden. Ordnung halten ist bekanntermaßen nicht seine Lieblingsbeschäftigung, und so fand der glückliche Elfjährige sich plötzlich im Tränen-Drama wieder. Ein ganz normales, herzerwärmendes Familiendrama mitten im Chaos.

    Unser tapferer Pumba erholt sich glücklicherweise weiterhin gut von der Kastration. Aber heute hat uns das Leben eine unerwartete Kurve zugespielt, die alle Sorgen um Teller und Aufräum-Dramen in den Hintergrund drängte: Mein Papa musste unerwartet ins Krankenhaus.

    Die Sorge ist riesig und ich musste sofort los. Und dann kam das nächste Problem: Mein eigener „Pampersbomber“ – der Wagen, in dem jeder seinen Müll liegen lässt, Schokolade in die Sitze einmassiert wird und Wasser oder Brause ganz aus Versehen auskippt – steht gerade in der Werkstatt. Mein Mann fährt das sprichwörtliche „Wohnzimmer“ auf vier Rädern – ein Auto, das ihm heilig ist und bei dem ich schon ein schlechtes Gewissen habe, wenn ich nur ein Haar verliere.

    Aber er zögerte keine Sekunde. Als ich nach dem Schlüssel griff, weil ich wusste, ich würde jetzt schneller fahren, als es für sein heiliges Auto gesund wäre, sagte er nur: „Mausi, das ist nicht der Bus.“ Ich nickte und sagte: „Ich weiß.“ Und schon war ich unterwegs. Ich war erst spät abends wieder zu Hause. Eine Schocksituation, in der man kurz den Boden unter den Füßen verliert.

    In so einer emotionalen Ausnahmesituation sieht man, wer wirklich trägt. Ich bin so unendlich dankbar, dass ich meinen Partner an meiner Seite habe. Er ist mein Anker, mein Fels in der Brandung – vor allem in den Momenten, wenn ich nicht mehr weiterweiß. Auch wenn wir nicht verheiratet sind, ist diese Gewissheit unbezahlbar.

    Obwohl er selbst krankgeschrieben ist und sich hätte schonen sollen, hat er keine Sekunde gezögert. Er übernahm nicht nur die Betreuung unserer zwei- und vierbeinigen Kinder (inklusive Pumba-Aufsicht und Welpen-Management), sondern sorgte dafür, dass der Geburtstag für das große Kind trotz meiner Abwesenheit ein glückliches Ende fand. Er hat diesen Tag gerettet und mir den Rücken freigehalten, damit ich bei meinem Papa sein konnte.

    Das ist die wichtigste Erkenntnis dieses Tages: All das oberflächliche Chaos – die Unordnung, der Stress mit den Welpen, die Blog-Themen – verblasst, wenn die Basis stimmt. Wir sind tief dankbar für die Liebe und die unerschütterliche Partnerschaft. Die Gewissheit, dass wir diesen Wahnsinn gemeinsam tragen, ist unser größtes Geschenk. Nach einem Tag, an dem ich selbst noch nicht einmal dazu kam, etwas zu essen, hoffen wir von Herzen auf gute Nachrichten von meinem Papa. Morgen geht es weiter, aber als Team sind wir bereit für alles.

  • 03.12.2025 Pumbas Kastration, Welpenalarm und morgen: Elf Jahre Chaos-Glück!

    Kaum zu glauben, aber die Adventszeit hat schon begonnen! Überall funkeln Lichter, und der Geruch von Zimt liegt in der Luft. Man könnte meinen, es sei die stille, besinnliche Zeit. Bei uns? Nun, besinnlich ist das falsche Wort – hier herrscht das ganz normale, wunderbare Chaos!

    Und als wäre das nicht genug: Morgen feiert unser großes Kind den 11. Geburtstag! Elf Jahre mit einem Kind, das die Welt auf seine ganz eigene, wunderbare und oft intensive Weise sieht. Ein echter Wirbelwind voller Ideen, dessen Kopf niemals stillsteht und der unser Leben jeden Tag bunter, lauter und herzlicher macht. Wir versuchen, inmitten von Welpen, Genesung und Alltagsstress einen Tag zu zaubern, der genau so einzigartig und besonders ist wie unser großes Kind selbst.

    Die neuesten Nachrichten? Magen-Darm-Alarm in der Kita! Um dem Virus zu entkommen, bleiben die zwei Kleinen diese Woche vorsichtshalber zu Hause. Die gute Nachricht: Sie sind topfit. Die Herausforderung für meinen Zeitplan: Ich habe jetzt zwei kerngesunde Energiebündel daheim, die den ganzen Tag Action wollen! Statt Ruhephasen gibt es also volles Entertainment-Programm – zusätzlich zum ganz normalen Wahnsinn.

    Seit dem 1. Dezember ist morgens in der Küche der Kalender-Run. Die drei Menschenkinder strahlen, sobald sie vor ihren Türchen und Säckchen stehen. Es wird aufgeregt geöffnet, getauscht, und dabei ganz nebenbei das halbe Frühstück verschüttet. Dieses vorweihnachtliche Wusel-Bild ist unser täglicher Start in den Advent.

    Apropos Advent: Die Kinder sind fest davon überzeugt, dass der Weihnachtsmann nachts unser Haus schmückt. Das Problem? Bisher hat er wohl keine Zeit gefunden. Zwischen Welpenfüttern, Pumbas Genesung, Geburtstagsvorbereitungen, Kinder-Bespaßung und dem Schulwahnsinn hatte ich selbst noch keine einzige Minute für die Deko! Mal sehen, wann der Weihnachtsmann (also ich ) es schafft, die Kisten vom Dachboden zu holen.

    Ein bisschen Deko-Neid kommt dann abends doch auf – ausgerechnet bei unseren Nachbarn. Wir sind, sagen wir mal, nicht gerade die besten Freunde, aber ihr Haus ist schon hell erleuchtet und strahlt in alle Richtungen. Und unser mittleres Kind? Es steht jeden Abend am Fenster, bewundert völlig fasziniert das Lichtermeer von drüben und freut sich einfach nur an dem Glanz. Ganz ohne Vorbehalte. Da wird einem warm ums Herz (auch wenn mein eigenes Haus noch dunkel ist).

    Doch die Feiertagsstimmung wurde diese Woche von einem emotionalen Ereignis begleitet: Pumba, unser geliebter Zuchtrüde, wurde kastriert.

    Pumba hat uns so tolle Würfe geschenkt, aber jetzt ist es Zeit für ihn, in den wohlverdienten „Ruhestand“ zu gehen. Der Eingriff ist gut verlaufen, und er erholt sich tapfer. Er muss jetzt besonders verwöhnt werden – und im Haus bleiben.

    Das führt direkt zu einem neuen Drama: Unsere Welpen sind zum Glück nicht im Haus, aber dafür derzeit Pumba! Und er hat mit seinem Leckschutz-Schirm einen Weg gefunden, uns zu zeigen, wie viel ihm sein neuer Lebensabschnitt wert ist: Ein Stück Tapete musste dran glauben!  Die Kombination aus Schirm und Langeweile ist wohl fatal für unsere Wände.

    Während Pumba langsam wieder fit wird, wir die daheimgebliebenen „Kita-Flüchtlinge“ bespaßen, ein Geburtstag ansteht und unser Deko-Desaster droht, herrscht draußen im Welpenquartier Ausnahmezustand. Die Kleinen fordern ihre volle Aufmerksamkeit. Sie entdecken die Welt, raufen, fressen und machen natürlich eine Menge Unordnung – aber ihr Anblick ist einfach unschlagbar süß und entschädigt für jede schlaflose Nacht und jede ruinierte Wand.

    Die Kombination aus Pumbas Genesung (inklusive Tapeten-Opfer), den Welpen, dem Geburtstag und den wuseligen Kindern zu Hause macht unsere Adventszeit dieses Jahr alles andere als ruhig.

    Und der heutige Abend? Der ist noch lange nicht vorbei. Denn gerade fiel uns siedend heiß ein: Die Geschenke verpacken sich leider nicht von selbst! Und da wäre noch eine riesige Tüte Luftballons, die aufgepustet werden will, damit das Wohnzimmer morgen früh auch wirklich nach Geburtstag aussieht. Also heißt es jetzt: Puste-Lunge trainieren und Geschenkpapier-Schlacht statt Sofa.

    Und wenn wir ganz ehrlich sind: Wir sind platt. Die Vorfreude auf morgen hält sich gerade in Grenzen, und der Gedanke, dass der Wecker in wenigen Stunden den Startschuss für den nächsten Marathon aus Kinder-Animation, Welpen-Chaos und Hunde-Pflege gibt, lässt uns eher tief seufzen als jubeln. Wir funktionieren im Energiesparmodus und hoffen einfach, dass der Kaffee morgen stark genug ist, um diesen Wahnsinn noch einmal zu wuppen. Gute Nacht (hoffentlich bald) – wir brauchen sie dringend!