GanzTierisch_Blog

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Kategorie: Meine Erfahrungen mit den Tieren

  • 7. Januar 2026: Von Milchseen, Bergbau-Abenteuern und dem ganz normalen Wahnsinn

    Manchmal frage ich mich, ob mein Leben eigentlich eine versteckte Kamera-Show ist, bei der die Regie kurz vor dem Jahreswechsel noch mal ordentlich Gas gibt. Ein kleiner Lichtblick war gestern der Schulstart: Endlich kehrt ein Hauch von Normalität ein, und zumindest der Große verlässt das Haus wieder in einer Struktur, die fast schon verdächtig ordentlich aussieht. Aber keine Sorge, im Garten und am Schreibtisch wird hart daran gearbeitet, das Chaos-Level auf Höchststand zu halten.

    Gestern gab es hier nämlich eine filmreife Vorstellung, für die man eigentlich Eintritt hätte verlangen müssen. Ich war gerade dabei, drei Liter warme Ziegenmilch zum Gehege zu balancieren, als unsere kleine Rosa zum Sprung ansetzte. Die Dame entschied sich für eine spontane Einlage und schoss mir zielsicher genau zwischen die Füße. Ich hatte die Wahl: Entweder den Welpen plätten oder eine artistische Flugeinlage meinerseits. Natürlich habe ich mich für den Boden entschieden. Während ich also wenig elegant im Dreck landete und die Milch in einem majestätischen Schwall über die Steine floss, starteten Trudi und unser Aussie Littlefoot sofort die „Operation Kiesel-Lecken“. Rosa war natürlich mittendrin im Schlaraffenland. Und die restlichen neun Welpen? Die saßen wie festgetackert hinter dem Zaun und schauten sich das Spektakel mit einer Ruhe an, die mich vermuten lässt, dass sie noch nie so gutes Kino gebucht hatten. Wahrscheinlich warten sie heute noch auf die Fortsetzung.

    Die Quittung für meine Heldentat trage ich heute am Bein: Mein Knie ist seit dem Sturz wieder mächtig dick. Die alte Baustelle von der OP 2020 lässt grüßen und pocht im Takt der Minusgrade. Aber die Natur nimmt keine Rücksicht auf geschwollene Gelenke. Draußen herrschen aktuell minus sieben Grad, was das Saubermachen im Garten zu einem echten Abenteuer macht. „Aufsammeln“ ist bei diesem Frost ein Fremdwort; eigentlich war ich heute im Untertagebau tätig. Die Hinterlassenschaften der zehn Welpen waren so festgefroren, dass ich sie bergmännisch mit der Hacke abbauen musste. Gefrorene „Nuggets“ aus dem Betonboden zu meißeln, während das Knie „Stopp“ schreit, ist definitiv der Teil der Hundezucht, der in keinem Hochglanz-Ratgeber steht.

    Doch wenn man dann völlig durchgefroren und mit schmerzendem Knie reinkommt, gibt es diese Momente, die einen sofort entschädigen. Plötzlich sieht man einen riesigen, wuselnden Haufen aus Fell, Pfoten und Ohren. Alle zehn verbliebenen Welpen hatten offenbar gleichzeitig die Idee, dass es Zeit für ein Gruppenkuscheln ist – und zwar alle zusammen in Mamas Körbchen. Wie sie sich da in- und übereinander gestapelt haben, nur um irgendwie alle reinzupassen, war ein Bild für die Götter.

    Zwischen Eispickel-Aktionen, dicken Knien und Kuschelhaufen nagt dann auch noch das ewige Züchter-Gewissen an mir. Es ist bei jedem Wurf das Gleiche: Wir hatten ursprünglich 14 dieser kleinen Räuber, die ersten sind schon ausgezogen, und am Samstag sollen – sofern der angekündigte „Bombenzyklon“ uns nicht wegpustet – die nächsten vier in ihr neues Leben starten. Ich bin bei den Wetterpropheten ja skeptisch, schließlich hatten wir auch einen „Jahrhundertsommer“ versprochen bekommen, der sich als Dauerherbst entpuppte. Dennoch kreisen die Fragen im Kopf: Sind sie bereit? Haben sie in der Räuberhöhle alles gelernt? Machen wir zu wenig, weil sie so viel schlafen müssen? Dass nach Samstag nur noch sechs hier sind, von denen ein Bub und drei Mädels noch ihr passendes Personal suchen, macht die Sache im Kopf nicht leiser.

    Zu guter Letzt wartet dann noch der Endgegner auf mich: Die Buchhaltung für GanzTierisch. Das eine Amt will dies, das andere jenes – ich frage mich wirklich, wer diesen Papierkrieg erfunden hat. Wer auch immer die Bürokratie erfunden hat, gehört bei minus 7 Grad in den Garten zum Hacken. Meine To-do-Liste im Kopf ist aktuell einfach viel zu lang, aber ich beiße mich da jetzt durch. Ich will diesen Berg an Belegen unbedingt hinter mir lassen, bevor es vom 23. bis 25. Januar ins Tropical Islands geht. Drei Tage Wärme tanken, Sand unter den Füßen statt Eis unter der Hacke und das dicke Knie im Wasser baumeln lassen – das ist das Ziel, das mich heute durch den Frost und den Papierkram rettet. In diesem Sinne: Glück auf beim Bergbau

  • 30.12.2025Zwischen Herzschlag und Herzschmerz: Ein ehrlicher Jahreswechsel in der Räuberhöhle

    Hallo ihr Lieben,

    heute ist der 30. Dezember. Während draußen die Welt immer unruhiger wird, ist es hier bei uns fast schon magisch still. Ihr wisst ja: Bei uns wird nicht geknallt. Diese Ruhe ist kein Zufall, sondern ein Versprechen an meine Tiere und Kinder. Sie sollen sicher, geborgen und ohne Angst ins neue Jahr gleiten.

    Gestern hatten wir einen ganz wichtigen Termin, aber ohne Stress und Autofahrt: Die Tierärztin war bei uns direkt in der Räuberhöhle. Das war mir wichtig, damit die Kleinen in ihrer vertrauten Umgebung bleiben können. Und was soll ich sagen? Ich bin so unglaublich stolz auf die Rasselbande!

      – Alle wurden geimpft und gechippt.

      – Jeder Einzelne hat sein Gesundheitszeugnis mit Bravour bestanden – absolut ohne Mängel!

    Dieses Papier in den Händen zu halten, ist für mich mehr als nur eine Formalität. Es ist die Bestätigung für all die Liebe und Sorgfalt der letzten Wochen. Heute war es nun so weit: Die ersten zwei Hundekinder packten ihre Köfferchen. Es ist dieser Moment, in dem ich mit einem lachenden und einem weinenden Auge an der Tür stehe und sie in ihre neuen Familien ziehen lasse.

    Gerade jetzt, beim letzten Wurf, ist dieses Gefühl nochmal ein ganz besonderes. Aber ich bin auch Dankbar, diese Entscheidung getroffen zu haben. Ich sage es euch ganz ehrlich: Bisher ist es mir immer geglückt, meine Welpen in tolle Familien zu vermitteln. Aber der Weg dorthin? Der ist oft so steinig, dass man ins Stolpern kommt. Es sind nicht die schlaflosen Nächte, nicht die unzähligen Kackahaufen oder die harte Arbeit, die mich müde machen. Es ist der „Faktor Mensch“.

    Manchmal macht mich das Züchterleben einfach fassungslos:

      – Da sind die Leute, die unzählige Bilder und Videos fordern, als wäre es eine Katalogbestellung, nur um dann wortlos zu verschwinden.

      – Da ist die große Begeisterung am Telefon, auf die wochenlanges Schweigen folgt – und auf Nachfrage heißt es dann ganz beiläufig, man habe sich „spontan“ für einen anderen Hund entschieden.

      – Ich vergesse nie den Anruf, bei dem mir jemand sagte, mein Welpe hätte „vier Ohren“ – dabei war es nur verfilztes Fell, weil die Bürste nicht benutzt wurde. Ohren wachsen nicht über Nacht, Liebe und Pflege dagegen schon!

      – Und dann gibt es die Momente, die mir den Magen umdrehen: Wenn bis aufs Blut um den Preis gefeilscht wird, dann aber der Dispo geplündert wird, um gleich zwei Welpen zu kaufen. Und auf meine Frage, wie man sie füttern will, wenn kein Notgroschen mehr da ist, kommt die Antwort: „Mein Mann arbeitet in der Gastro, da fallen genug Essensreste an.“ Das bricht mir das Herz.

      – Oder der „ruhige Schulhund“, der nach wenigen Wochen zum SOS-Fall wurde, weil er allein im Garten bellte – er durfte erst ins Haus, wenn er stubenrein ist. Wir haben ihn natürlich sofort wieder zu uns geholt.

    Genau diese Erfahrungen sind der Grund, warum ich mich für die Kastration von Pumba entschieden habe. Es waren nicht die Hunde. Es waren die Menschen hinter den Anfragen, die mir gezeigt haben: Das ist der richtige Weg, um meine Tiere und mich zu schützen.

    Ein Lichtblick zum Schluss

    Trotz allem gibt es euch – die Menschen, die verstehen, was „GanzTierisch“ bedeutet. Die Wert auf Gesundheit und ein echtes Gleichgewicht legen. Als kleines Dankeschön für eure Treue möchte ich euch heute etwas schenken:

    Mein Silvester-Geschenk für dich:

    Ich schenke dir 15 Euro Warenwert bei deiner Bestellung bis morgen (31.12.2025)!

    Lass uns das neue Jahr mit Achtsamkeit und Liebe beginnen. Ich wünsche dir und deinen Fellnasen einen sanften, angstfreien Rutsch!

    Alles Liebe,

    Franzi von GanzTierisch

  • 26.12.2025Von Wuselwichten, Fehmarn und dem Mut zum Neuanfang

    Die letzten Stunden von Weihnachten sind angebrochen und hüllen alles in eine sanfte Stille. Während ich diese Zeilen schreibe, ist es im Haus endlich ruhig geworden; alle schlafen. Auch draußen bei den Welpen in ihrer Wurfbox kehrt nun langsam Frieden ein. Nach dem letzten Übermut sind die Bäuchlein satt und einer nach dem anderen schlummert zufrieden ein. Es ist dieser ganz besondere Moment, der den Raum öffnet, um auf ein Jahr 2025 zurückzublicken, das mich so vieles gelehrt hat.

    Dieses Jahr war für mich eine tiefe Reise der Emotionen, geprägt von meinem zweiten Jahr ohne meine Mum. Dass ich am selben Tag wie sie geboren wurde, macht unsere Verbindung für mich immer zu etwas ganz Kostbarem – auch wenn ich mir eingestehen muss, dass ich im Trubel des Alltags viel zu selten auf dem Friedhof war. Doch mein Geburtstag hielt dieses Jahr ganz eigene, wunderschöne Wendungen bereit: Ich durfte BonusMama werden und unsere Prinzessin zog bei uns ein. Diese Ereignisse sind Geschenke des Lebens, die alles einfach reicher machen, dein Kind ist ein Wunder, das uns begleitet.

    Die Kraft, meinen eigenen Weg wiederzufinden, kam aus meiner ganz persönlichen Entwicklung. Nach meiner Brustkrebserkrankung fühlte ich mich lange Zeit verloren, als würde ich ohne festes Ziel durch mein Leben „dümpeln“. Doch dann fand ich das fehlende Puzzleteil: Die Bekanntschaft mit Reico hat mein Leben verändert. Das Wissen um das mineralische Gleichgewicht hat mir eine Aufgabe geschenkt, die mich erfüllt. Heute ist mein Weg ganz klar und ich weiß genau, wo ich hingehöre.

    Auch zeitlich war dieses Jahr ein echtes Abenteuer. Es begann damit, dass wir mit viel Herzblut unseren Wohnwagen ausgebaut haben, bereit für die weite Welt. Doch als im Sommer acht Welpen unsere volle Aufmerksamkeit brauchten, musste unser Traum vom Norwegen-Urlaub erst einmal warten. In diesem Moment zeigte sich jedoch, was wahre Freundschaft bedeutet: Dank ganz toller Menschen, die inzwischen fest in meinem Herzen verankert sind, erlebten wir stattdessen zwei fantastische Wochen auf der Insel Fehmarn. Mit dem Wohnwagen, den Welpen, zwei erwachsenen Hunden und drei Kindern war es eine Zeit voller Lachen, die ich niemals vergessen werde. Insgesamt durfte ich in diesem Jahr 22 kleinen Seelen auf die Welt helfen, und während ich das schreibe, erfüllt mich das mit großer Demut.

    Bevor das Jahr nun endgültig ausklingt, führt mich mein Weg am Sonntag noch einmal nach Neubrandenburg auf den Flohmarkt. Dort werde ich mit meinen Reico-Sachen vor Ort sein, um aufzuklären. Es ist mir ein Herzensbedürfnis, mit den alten Ernährungsmythen aufzuräumen – etwa, dass Nudeln eine Hauptnahrung seien oder dass Hunde ständig Abwechslung im Napf bräuchten. Ich möchte zeigen, wie viel Lebensqualität eine artgerechte Basis schenken kann.

     Die kommende Woche bleibt emotional, wenn am Montag das Impfen und Chippen der 14 Wuselwichte ansteht und am Dienstag die ersten beiden in ihr neues Zuhause ziehen. Silvester machen wir es uns dann ganz leise gemütlich. Während die Welt draußen laut wird, halten mein „großes Kind“ und ich die Stellung für die 12 Welpen, die 4 Hunde und die zwei Kleinen, während mein Mann in der Nachtschicht arbeitet.

    Doch der Blick geht auch schon voller Vorfreude nach vorn auf das Jahr 2026. Wir starten im Januar mit einer kleinen Auszeit im Tropical Islands – ganz ohne Hunde, um einmal richtig durchzuatmen. Ein riesiges Dankeschön gilt hier meinen wunderbaren Nachbarn, die in dieser Zeit alles hier versorgen. Im Sommer wagen wir dann den zweiten Anlauf nach Norwegen; die Unterkunft ist gebucht (kann aber flexibel storniert werden. Getreu dem Motto: „Sicher ist besser“) und Trudi und Pumba werden uns begleiten. Und für das nächste Silvester steht der Plan bereits fest: Wir fahren alle gemeinsam in die Niederlande, dorthin, wo es kein privates Feuerwerk gibt und wir den Jahreswechsel in vollkommener Ruhe genießen können. Ich gehe mit einem klaren Blick und viel Liebe im Herzen aus diesem Jahr. Danke 2025, für alles, was du mich gelehrt hast. Danke an all die Menschen, die meinen Lebensweg kreuzten, manche blieben kurz, manche länger. Aber jeder einzelne machte das Jahr zudem, was es war.