Es gibt Tage, da fühlt sich das Leben nicht wie ein sorgfältig geplantes Ballett an, sondern eher wie eine Szene aus einem schlechten Actionfilm, bei dem man selbst der Stuntman, Regisseur und das Hindernis ist. Genau so ein Tag war heute.
Um 6:50 Uhr katapultierte es mich aus dem Bett. Hektik brach aus, denn das Schulkind hatte nur 15 Minuten, um sich auf den Weg zu machen – eine Mission, die pure Adrenalinausschüttung bedeutet, da der Schulbus keine Sekunde wartet und gnadenlos ohne ihn abfährt! Zeitgleich versuchte ich, die süßen Kita-Flüchtlinge zu bändigen. Sie sind zwar präventiv zu Hause, aber ihre Energie ist alles andere als präventiv gedämpft.
Die Logistik eskalierte sofort zur Farce: Mein Auto ist in der Werkstatt. Also den Nachbars-Wagen geborgt. Kinderwagen und Kindersitz? Natürlich im Werkstatt-Auto! Also schleppte ich Ersatzsitz und das kleinste Kind durch den Regen. Draußen war es nass, und das mittlere Kind, vielleicht, weil es dachte, es sei ein Meister der Bodenakrobatik, fiel dreimal hin. Ich sah aus wie eine nasse Katze, die versucht, eine Welpen-Großfamilie zu managen.
Trotzdem ging es in die Stadt. Erst zur Physiotherapie – Entspannung kann man das nicht nennen, wenn zwei Kleinkinder unter der Liege Höhlenforschung betreiben. Danach ins Krankenhaus, um meinen lieben Papa nach seiner Entlassung abzuholen. Die Kinder schliefen auf der Rückfahrt, was die erste gottgegebene Stille des Tages war.
Zurück zu Hause hätte es Mittagessen geben sollen, aber die Realität war ein Müdigkeits-Tsunami: Die kleinen Schatzsucher waren so fertig, dass sie ohne Mittagessen ins Bett mussten. Wir leben nach dem Motto: Schlaf ist wichtiger als eine warme Mahlzeit! Also wurde geschlafen, gegessen erst nach dem Mittagsschlaf.
Danach ging es wieder los, die Kinder ausgeschlafen, wir ins geliehene Auto, um den Wagen vollzutanken und den dringend notwendigen Einkauf zu erledigen. Dabei mutierte ich bei Lidl zur Großeinkäuferin für Hundehygiene: Ich kaufte wortwörtlich alle Wickelunterlagen, die sie hatten – 8 Pakete à 20 Stück. Wer mich da beobachtet hat, dachte sicher, ich würde eine komplette Kinderkrippe eröffnen.
Mein Mann, der Held des Tages, war seit dem frühen Morgen unterwegs, um seine Mutter nach der OP zu begleiten. Er kam um 15:30 Uhr nur kurz, um mein Auto zu retten – und fuhr dann schon wieder los. Ich hatte den Welpen- und Kinderdienst. Das ist gerade besonders glamourös, da die Kleinen wegen der Wurmkur Durchfall haben, der fies im Fell klebt. Diesen bekämpfen wir aber direkt mit „Naturkraft Pro 5“ von Reico. Zum Glück gibt es Feuchttücher, die momentan zur absoluten Grundausstattung gehören! Irgendwann kippte das Chaos in reinen Kontrollverlust, was meinen Putzwahn auslöste. Ihr kennt das, oder? Man beginnt zu putzen und entsorgt dabei aus Versehen sämtliches Zeug, das die Kinder liebten: Ü-Eier-Figuren, ach so wichtige Zettel, Deckel-lose Tupper-Schüsseln. Hauptsache, es ist weg!
Doch inmitten des Wahnsinns gab es diesen einen, heiligen Moment: Bevor der Tag endgültig zu Ende war, gab es noch die übliche abendliche Tanzrunde mit dem Zweijährigen. Diese paar Minuten, in denen wir einfach albern sind und zu schiefer Musik herumhüpfen, sind das beste Gegenmittel gegen jede Eskalation.
Jetzt sitze ich hier, das Haus ist still, und ich schreibe, während ich auf 22:00 Uhr warte. Dann steht die letzte, ruhige und zärtliche Fütterungsrunde für die Welpen an.
Dieser Tag war ein Marathon, gefüllt mit Liebe, Regen, logistischen Albträumen und ungewollten Müll-Entsorgungen. Er war chaotisch, aber er war unser Tag.
An alle, die heute auch unaufhörlich jongliert haben – wir sind nicht allein! Wir schaffen das. An Tagen wie diesen hilft mir Mentamin aus der Humanproduktreihe von Reico, damit kann ich das alles viel entspannter sehen und über die entsorgten Schätze von gestern lachen. Stoßen wir auf die Tanzrunden und die Feuchttücher an, die uns durch all das tragen.
P.S.: Das Chaos ist auch zuckersüß! Sieben der vierzehn kleinen Fellknäuel suchen noch ihren Kuschelplatz auf Lebenszeit. Ein bisschen mehr Chaos, mit einem wedelnden Schwanz, kann man doch immer gebrauchen, oder?
Morgen wird sicher… anders. Aber heute war heute.


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