19:45 Uhr – der Endgegner ist besiegt;-). Eltern kennen das. Der Moment, in dem das letzte Kind abends die Zimmertür von innen zumacht und sie dann endgültig geschlossen bleibt. Puh, geschafft! Kurz durchatmen. Die nächste Schicht wartet schon. Jetzt heißt es Ziegenmilch kochen und 14 Bärchenbabys satt machen. Unsere Trudi hat dank der Naturkraftprodukte so viel Milch, dass sie ein ganzes Dorf satt machen könnte. Aber gegen die 1Kg Kinder haben die Kleinen mit ihren 500 g keine Chance. Und so lege ich alle zwischendurch an die Flasche, dann weiß ich wenigstens, wie viel ein Jeder getrunken hat und Mami Trudi hat mal kurz Pause. Das ist wichtig für sie, wollen wir doch, dass sie lange motiviert genug bleibt, sich um alle zu kümmern.

Alle Bärchen entwickeln sich prächtig. Natürlich gibt es in den ersten Tagen immer mal ein paar Sorgenkinder, aber die Kurve geht nun deutlich nach oben. So soll das sein. Trudi frisst mir derzeit die Haare vom Kopf. Die Kinder fordern ihren Tribut. Momentan bekommt sie zum Erhaltungsbedarf nochmal 80% zusätzlich. Auch das darf so sein. Sie soll schließlich nach Laktation genauso fit aussehen, wie vor der Schwangerschaft. Zusätzlich erhält sie Naturkraft Produkte.
Da stehe ich nun, einem nach dem anderem pumpe ich die Milch hinein. Wenn sie jetzt so schön satt sind, schlafen sie prächtig. Und während sie da so liegen, erinnern sie mich jedes Mal aufs Neue, an die dicke Maus von Cinderella. 😉
So, alle satt. Trudi auch satt. Der Rest des Rudels, gerade der dicke Pumba (nein, natürlich ist er nicht dick. Mein Mann würde sagen: „Er ist nur dick angezogen“ 😉 ), ist wohl nie satt. Er ist höchstwahrscheinlich im falschen Körper geboren, trägt aber wenigstens den richtigen Namen – Pumba, das Warzenschwein;-)
Nun weiter dritte Schicht. Mein Studium wartet. Puh! So glaubte ich doch, 20 Monate, angesetzt von der Fernschule, seien zu lang. Überzeugt davon, dass ich in meinen Schuljahren immer gute Noten hatte, ging ich etwas leichtfertig, ja ich will fast sagen großkotzig, an dieses Thema ran. Nach dem ersten durchgelaufenen Studienmonat hat mich die Wirklichkeit wieder eingeholt. Mein Gehirn hat eindeutig gemeldet, dass zwischen heute und der Schullaufbahn mal vergessene 15 Jahre liegen, in denen meine Auffassungsgabe wohl deutlich geschrumpft ist 😉 tja, es hilft alles nichts. Ich wollte es ja so. Also heißt es nun, lateinische Fachbegriffe der Tiermedizin auswendig lernen.

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