GanzTierisch_Blog

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Autor: GanzTierisch

  • Bruchstücke einer Erschöpfung: Wenn das Atmen zum Kampf wird

    09.02.26


    ​Eigentlich ist mein Blog ein Ort für das Schöne – für die Abenteuer meiner Hunde, für Tipps und glückliche Momente. Aber momentan ist in meinem Leben kein Platz für die Idylle. Da ist nur noch Raum für das nackte Überleben. Ich erzähle euch das, weil ich möchte, dass ihr versteht, warum es still um mich geworden ist. Und ich bitte euch um Verständnis, dass ich gerade keine Leichtigkeit bieten kann.
    Das fragile Fundament
    ​Dass ich überhaupt noch hier sitzen und schreiben kann, dass ich jeden Tag wieder losfahren kann, liegt nur an einem Menschen: meinem Mann. Er hat gerade Urlaub und deckt zu Hause den kompletten Alltag ab. Er ist der unsichtbare Halt, der dafür sorgt, dass die Kinder versorgt sind und die Hunde ihr gewohntes Leben behalten. Ohne ihn würde dieses Kartenhaus innerhalb von Sekunden in sich zusammenbrechen. Es ist ein Privileg auf Zeit, das mir die Luft zum Kämpfen verschafft.
    ​Die Angst, die nachts den Atem anhält
    ​Habt ihr schon einmal versucht, für jemanden anderen zu atmen? In den letzten Nächten habe ich genau das getan. Wenn du neben deinem Vater sitzt und das einzige Geräusch im Raum dieses rasselnde, schwere Ringen nach Luft ist. Jeder Atemzug ist ein Sieg, jede Sekunde der Stille eine Qual, die dir das Blut in den Adern gefrieren lässt.
    ​Du sitzt da, die Augen brennend vor Müdigkeit, und starrst in die Dunkelheit. Du willst helfen, willst die Panik aus seinen Augen wischen, wenn die Luftnot ihn packt – aber du kannst nichts tun. Du bist nur der Zeuge seines Kampfes. Diese Ohnmacht ist ein schwarzes Loch, das dich langsam verschlingt.
    ​Der Abschied, der das Herz zerreißt


    Und dann wird es Morgen.

    Der Moment, in dem ich vor meinen Kindern stehe und ihnen in die Augen schauen muss, ist der schwerste des Tages.
    ​„Es tut mir leid, mein kleiner Schatz, Mama muss schon wieder los.“
    ​Diesen Satz zu sagen, während man die Enttäuschung in ihren Gesichtern sieht, bricht mir das Herz in tausend Stücke. Ich lasse mein Zuhause zurück, um wieder in den Krieg gegen ein kaputtes System zu ziehen.


    Ein System, das wegsieht
    ​Ich habe nach jedem Strohhalm gegriffen, aber einer nach dem anderen ist einfach weggebrochen.
    ​Pflegegrad 1: Ein bürokratischer Schlag ins Gesicht. Eine Einstufung, die so realitätsfern und fahrlässig ist. Der Widerspruch läuft, aber das System lässt sich Zeit.
    ​SAPV-Ablehnung: Schon zwei Tage vor der Notaufnahme kam der nächste Hohn. „Er kann ja wieder gesund werden“, sagten sie. Wer so etwas zu einer Palliativ-Situation bei COPD sagt, hat die Menschlichkeit längst gegen Formulare getauscht.
    Die totale Isolation in Greifswald
    ​Vorgestern erreichte der Wahnsinn seinen Höhepunkt. Bevor man mich wegschickte, sah ich dieses alte Ehepaar. Er, 80 Jahre alt, humpelnd, bepackt mit ihrem ganzen Leben in Tüten und Jacken. Und Pfleger Nils stand einfach daneben und sah zu. Keine Geste der Hilfe.
    ​Und ich? Ich bin rausgerannt zum Auto und habe einfach nur noch geheult, völlig aufgelöst. Direkt neben mir putzten Sanitäter ihren RTW. Sie sahen mein verweintes Gesicht, sie sahen meine totale Verzweiflung – und sie putzten einfach weiter. Kein Wort. Kein Blick.
    ​Mit genau diesem Gefühl im Nacken musste ich meinen Vater an diesem empathielosen Ort zurücklassen. Die anschließende Stunde im Auto war die einsamste meines Lebens.


    Eine kleine Neuerung & ein großes Danke
    ​Ich danke euch von Herzen, dass ihr diese Lebensphase mit mir teilt. Eure Nachrichten und euer Mitgefühl bedeuten mir viel.
    ​Es gibt eine kleine Neuerung auf meiner Seite: Viele von euch haben sich eine Kommentarfunktion gewünscht. Ta-da, da ist sie nun! Denn wie heißt es so schön:
    ​„Unmögliches wird sofort erledigt, Wunder dauern etwas länger.“ Ein riesiges Dankeschön an meinen ITler, der das so schnell möglich gemacht hat. Jetzt haben wir hier einen Raum für den Austausch.


    Überleben statt digitale Welt
    ​Es ist ansonsten still geworden – im Blog, auf WhatsApp, im Status. Wenn du um das nackte Überleben eines geliebten Menschen kämpfst, verliert die digitale Welt jede Bedeutung. Mein Buch „Eher unwahrscheinlich… oder wie ich lernen musste, erwachsen zu werden“ ist gerade mein einziger Anker. Ich schreibe gegen das Ersticken an.
    ​Ich versuche jetzt, meine Rüstung wieder anzulegen, um weiter zu kämpfen. Zu kämpfen für einen Menschen, der keine eigene Stimme mehr hat.
    ​An alle da draußen, wenn ihr auch mit unsichtbaren Schwertern für die Rechte derer kämpft, deren Kräfte völlig aufgebraucht sind: Bleibt standhaft. Lasst euch nicht wegschicken, lasst euch nicht abwimmeln. Ihr opfert euch auf, und das muss Gehör finden.

    PS.: An der Formatierung arbeite ich noch 😉

  • 30.01.2026 GanzTierisch im Marathon-Modus

    Wenn der Hammer endlich fällt

    Es ist jetzt halb zehn am Freitagabend. Endlich ist es still im Haus – eine Stille, die sich nach dieser Woche fast schon unwirklich anfühlt. Mein Mann ist in der Nachtschicht, die kleinen „Gremlins“ schlafen tief und mein Großer verbringt die Nacht beim Opa. Sogar die zwei Welpen liegen nach einem langen Tag satt und müde in ihren Körbchen. Die großen Hunde haben mir längst unmissverständlich klargemacht, dass sie ihren Schönheitsschlaf brauchen und ich sie bitte nicht weiter stören soll.
    ​Ich sitze hier in der gedimmten Küche und lasse diesen Wahnsinn Revue passieren. Wenn ich ehrlich bin, fühlt es sich an, als hätte ich in diesen sieben Tagen ein ganzes Jahr gelebt.

    Der ganze Wahnsinn begann eigentlich schon letzten Freitag mit unserem Versuch eines strukturierten Starts in den Kurzurlaub. Doch die Realität hatte andere Pläne. Erst war einer der Welpen spurlos verschwunden – Panik und Herzstillstand inklusive –, bis wir ihn selig schlummernd in einem Versteck fanden. Dann flutete eines der Kinder unser Bad, weil das Physik-Experiment „Ich stecke eine ganze Klopapierrolle ins Klo“ leider scheiterte (der Pümpel ist bis heute auf der Vermisstenliste) und zu guter Letzt suchten wir zwanzig Minuten das Handy meines Mannes. Da es grundsätzlich auf lautlos steht, war das Anrufen so effektiv wie ein Gespräch mit einer Wand. Der Urlaub selbst war dann eine ganz eigene Lektion in Sachen „Luxus“: fremde Haare in den Handtüchern, Sand im Bett, ein Wasserkocher, der unter einer antiken Staubschicht begraben lag, und Fahrstühle, die natürlich genau dann den Geist aufgeben, wenn man mit Kind und Kegel davorsteht (von anderen Besuchern erfuhren wir dann, dass die Fahrstühle auch letztes Jahr schon defekt waren).
    ​Als wir am Sonntagabend endlich wieder zu Hause landeten, hoffte ich auf ein kurzes Durchatmen, doch der Montagmorgen empfing uns direkt mit spiegelglattem Blitzeis. Die Welt stand still, Schule und Kita blieben zu. Mein Mann musste erst am Montagabend wieder los, aber trotzdem hingen bei diesem plötzlichen Ausnahmezustand wieder gefühlt 90 Prozent von allem an mir. In dieses Chaos platzte der Anruf meines Papas: Er musste sich einen Krankenwagen rufen. In diesem Moment willst du nur losrennen, aber im Garten stand zeitgleich schon die Familie bereit, um zwei unserer Welpen abzuholen. Dieser Spagat zwischen der brennenden Sorge um den Vater und dem herzlichen Lächeln für die Welpenkäufer war fast schon filmreif. Mittlerweile sind alle Bärchen ausgezogen oder fest versprochen – 14 Hundeengel strecken ihre Flügel aus und wollen nun die große weite Welt mit ihren Menschen entdecken. 
    ​Der Dienstag schluckte dann den Rest der Kraftreserven mit einem Termin in der Uniklinik für unser Bonuskind und einer anschließenden Elternversammlung in der Kita. Auf diesen viel zu kleinen Stühlen zu sitzen und zu hören, dass der eigene Mittlere im Mai schon zu den „Großen“ wechselt, löste ein ganz eigenes, flaues Unbehagen in mir aus. Es ist dieses Wissen, wie unaufhaltsam die Zeit uns durch die Finger rinnt, während wir versuchen ihr hinterher zu jagen. Am Mittwoch wurde ich dann zur Logistik-Meisterin: Papa wurde aus der Klinik entlassen, genau in der Stunde, in der die Welpen zum Impfen mussten. Also Hunde in den Kofferraum, ab zur Klinik, Papa als Taxi sicher nach Hause gebracht und mit den Welpen direkt weiter zum Tierarzt. Seitdem kämpfen die zwei verbliebenen Kleinen mit Durchfall – eine charmante Nebenwirkung der Impfung, gegen die wir gerade mit Naturkraft Pro 5 arbeiten.
    ​Gestern an diesem Donnerstag, fühlte sich dann alles wie ein schlecht geplanter Streich an. Ein wichtiger Termin bei Papa um 11 Uhr, für den ich mich zerrissen habe, nur um am Telefon zu hören: „Wir kommen erst um 12.“ Als ich die Kinder um 13 Uhr aus der Kita abholte, kassierte ich von der Erzieherin nur ein genervtes: „Du bist zu früh, Franzi, das ist nicht so schön, wir sind noch nicht fertig.“ Ich schluckte den Kommentar runter, während ich innerlich dachte, dass sie keine Ahnung hat, dass ich überhaupt froh bin, heute angezogen hier zu stehen. Kaum zu Hause, schälte ich die Kinder im Akkord aus ihren Schneeanzügen, denn der nächste Welpenbesuch stand schon um 14:30 Uhr vor der Tür – natürlich überpünktlich. Dass das Haus überhaupt vorzeigbar war, verdanke ich meinem Mann, der nach nur drei Stunden Schlaf aufgestanden ist, um mir den Rücken freizuhalten.

    Und heute? Heute war der Termin beim gerichtlichen Gutachter. Ein Tag, der mir alles abverlangt hat. Ich bin ein gebrandmarktes Kind und ich mache kein Geheimnis daraus. Jede Narbe auf meinem Körper und meiner Seele hat mich zu der Frau gemacht, die ich heute bin. Aber genau deshalb brauche ich bei solchen Terminen meinen Fels in der Brandung – meinen Mann. Was wir dann erlebten, macht mich immer noch fassungslos. Ein Doktor, der seinen Eid wohl vergessen hat und uns mit einer Kälte behandelte, die kaum in Worte zu fassen ist. Ohne Begrüßung, ohne uns zu Wort kommen zu lassen, wollte er meinen Mann vor die Tür schicken. Er wollte uns spüren lassen, dass wir für ihn Menschen zweiter Klasse sind. Aber ein echter Fels lässt sich nicht verschieben. Mein Mann blieb. Und der Doktor? Er beendete das Gespräch einfach, bevor es überhaupt begonnen hatte. 3 Stunden Autofahrt für nichts. 
    ​Nun sitze ich hier mit leeren Akkus, aber während ich auf morgen blicke, muss ich schmunzeln. Morgen Vormittag kommen neue Welpeneltern, um unsere „Nr. 13“ abzuholen. Ich muss an ihre Geburt denken – eines der kleinen Überraschungspakete, für die ich gar keine Halsbänder mehr hatte, weil ich nur mit zwölf gerechnet hatte. Sie zieht morgen hinaus in ihr großes Abenteuer und ein Teil von mir zieht mit ihr.
    ​Mein Wort zum Freitag
    ​Ich sitze hier mit leeren Akkus, aber eines möchte ich euch allen da draußen sagen: Lasst euch nicht klein machen. Niemand hat das Recht, euch klein zu halten, nur damit er sich selbst groß fühlen kann. Glaubt an etwas und vor allem: Glaubt an euch selbst! 
    ​Jetzt ist es fast zehn. In einer halben Stunde fällt für mich endgültig der Hammer. Puh, nach diesem Marathon kann die kommende Woche eigentlich nur besser werden – oder zumindest weniger emotional geladen. Morgen ist ein neuer Tag, und heute reicht es einfach mal, nur zu atmen und die Stille zu genießen, bevor das Chaos morgen auf „wundersame Weise“ erneut beginnt.

    Gute Nacht ihr Lieben!

  • 21.01.2026Kofferberge und Zukunftsgedanken: Eine Flucht aus dem Alltag

    Willkommen in meiner Welt am 21. Januar! Wenn mein Leben ein Buch wäre, hieße das aktuelle Kapitel wohl: „Wie ich lernte, bei fünf Welpen, drei Kindern und einer drohenden Krankheitswelle trotzdem die Fassung zu bewahren.“ 

    Den Überblick zu behalten, ist bei uns momentan nämlich eine echte Rechenaufgabe: Wir sind ursprünglich mit 14 Welpen gestartet, aber nachdem gestern wieder ein kleiner Abenteurer in sein neues Zuhause gezogen ist, flitzen aktuell nur noch fünf der Kleinen durch unseren Garten. Man könnte ja meinen, dass es mit fünf Welpen ruhiger zugeht als mit vierzehn, aber weit gefehlt! Die verbliebenen fünf scheinen die Energie ihrer Geschwister einfach mit übernommen zu haben und geben draußen ordentlich Gas, während wir uns innerlich schon auf den nächsten Abschied vorbereiten, da zwei von ihnen am Montag abgeholt werden.

    Diese ständige Bewegung im Garten bildet den krassen Gegensatz zu der Geduldsprobe, die meinem Mann morgen bevorsteht. Er hat nämlich endlich den Termin beim Facharzt, auf den wir seit März letzten Jahres gewartet haben – ja, wir haben tatsächlich fast ein ganzes Jahr auf diesen Tag hingearbeitet. Dass man uns in der Praxis schon damals vorgewarnt hat, mindestens vier Stunden Wartezeit mitzubringen, macht die Sache nicht unbedingt entspannter. Ich frage mich ernsthaft, was man in vier Stunden Wartezimmer-Idylle alles erledigen kann; wahrscheinlich reicht die Zeit aus, um ein komplettes Studium zu beginnen oder zumindest die gesamte Zeitschriften-Sammlung der letzten fünf Jahre auswendig zu lernen.

    Vielleicht ist dieser Termin aber auch nur die letzte Übung in Sachen Geduld, bevor wir unser großes Ziel für das Wochenende ansteuern: Wir wollen endlich mal raus. Am Freitag soll es für uns ins Tropical Island gehen. Wer mich kennt, weiß, dass ich mich zu Hause eigentlich sehr wohlfühle, aber die Lust am Reisen steckt mir einfach im Blut. Die Antwort auf das „Warum“ liegt in meiner eigenen Kindheit, in der ich wahnsinnig viel unterwegs war. Diese Erfahrungen prägen mich bis heute, denn die Begegnungen mit unterschiedlichen Kulturen haben meinen Blick für das „Anderssein“ geöffnet. Es hat mir gezeigt, wie wertvoll es ist, über den eigenen Tellerrand hinauszuschauen und genau dieses Gefühl möchte ich an meine Kinder weitergeben, damit neue Eindrücke, besonders bei meinem Großen, bleibende Spuren hinterlassen. Aber es gibt noch einen anderen, fast noch wichtigeren Grund für diesen Ausflug: Wir brauchen Zeit als Paar. Zu Hause dreht sich alles um das Alltägliche – darum, dass ein Zaun repariert werden muss, die Kinder gebadet werden wollen oder die Schwiegermutter besucht werden muss. Dieser Kurzurlaub soll uns den Raum für echte Gespräche zurückgeben. Wenn die Kinder abends (hoffentlich friedlich) schlafen, haben wir die Chance, bei einer Cola einfach mal über die Vergangenheit oder die Zukunft zu philosophieren. Ich kenne meinen Mann, seit ich 18 Jahre alt bin; wir kennen uns in- und auswendig, und genau deshalb ist es so wichtig, neue Träume und Pläne wieder einmal mündlich abzustecken, statt nur über den nächsten Einkauf zu reden. Auch wenn ein Ausflug vor die Haustür nicht der Inbegriff einer Weltreise ist, so ist es für uns mit unserer neunköpfigen Hundebande doch ein wertvoller erster Schritt zurück in die Freiheit.

    Dass Theorie und Praxis zwei verschiedene Welten sind, merke ich allerdings gerade beim Packen. Mein ursprünglicher Plan war herrlich naiv: „Was brauchen wir schon groß? Ein paar Badehosen, Handtücher, fertig!“ Doch die Realität hat mich mal wieder eines Besseren belehrt, denn aus dem Vorhaben, mit leichtem Gepäck zu reisen, sind mittlerweile drei ordentlich große Koffer und mehrere kleine Kinderrucksäcke geworden. Es scheint fast so, als hätten sich die Socken und Ersatzhosen im dunklen Koffer einfach über Nacht heimlich vermehrt. Diese Gepäckberge stehen nun wie kleine Mahnmale im Wohnzimmer und erinnern mich daran, dass unser Fluchtplan kurz bevorsteht – sofern uns die Nachricht aus dem Kindergarten keinen Strich durch die Rechnung macht. Dort ist nämlich gerade wieder die Magen-Darm-Grippe im Umlauf, weshalb die Kinder zur Sicherheit erst einmal präventiv zu Hause bleiben. Seitdem ernte ich von mir selbst bei jedem Blick in den Spiegel einen höchst skeptischen Seitenblick, während ich gleichzeitig jedes Kind scharf beobachte: Wer sieht blass aus? Wessen Bauch grummelt? Es ist ein echtes Nervenspiel, bei dem wir versuchen, mit viel Händewaschen und einer ordentlichen Portion Optimismus gegen die Viren anzukämpfen.

    Bevor wir uns aber hoffentlich übermorgen in Richtung Tropen verabschieden, möchte ich noch einmal kurz auf meinen neuen WhatsApp-Kanal hinweisen. Ich hatte ihn zwar im letzten Beitrag schon erwähnt, aber keine Sorge, ich leide nicht unter Gedächtnisschwund – ich möchte nur sichergehen, dass ihn niemand übersieht, der sich für die eher sachliche Seite interessiert. Während es hier im Tagebuch ja oft drunter und drüber geht, ist dieser Kanal mein Ruhepol für Fakten. Dort geht es ausnahmsweise mal nicht um mein persönliches Chaos, sondern ganz konzentriert um Fachwissen rund um den Hund. Es ist sozusagen die ordentliche Schublade in meinem sonst eher bunten Leben.

    Dass ich diesen Text aber heute überhaupt schreiben kann, verdanke ich übrigens unseren fantastischen Nachbarn. Ich weiß wirklich nicht, was wir ihnen versprochen haben, aber sie übernehmen tatsächlich die Betreuung für unsere gesamte Rasselbande. Das bedeutet, sie bändigen vier erwachsene Hunde und die fünf quirligen Garten-Welpen gleichzeitig. Für diesen Einsatz ziehe ich tief meinen Hut und würde ihnen am liebsten ein Denkmal im Garten bauen – wenn ich nicht genau wüsste, dass die Welpen es sofort als Kauspielzeug zweckentfremden würden. 

    So bleibt mir erst einmal nur die Hoffnung, dass mein Mann morgen gute Sitzfleisch-Nerven beim Arzt beweist und wir es alle zusammen gesund bis zum Freitag schaffen.

    Herzliche Grüße aus dem Chaos