GanzTierisch_Blog

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Autor: GanzTierisch

  • 30.12.2025Zwischen Herzschlag und Herzschmerz: Ein ehrlicher Jahreswechsel in der Räuberhöhle

    Hallo ihr Lieben,

    heute ist der 30. Dezember. Während draußen die Welt immer unruhiger wird, ist es hier bei uns fast schon magisch still. Ihr wisst ja: Bei uns wird nicht geknallt. Diese Ruhe ist kein Zufall, sondern ein Versprechen an meine Tiere und Kinder. Sie sollen sicher, geborgen und ohne Angst ins neue Jahr gleiten.

    Gestern hatten wir einen ganz wichtigen Termin, aber ohne Stress und Autofahrt: Die Tierärztin war bei uns direkt in der Räuberhöhle. Das war mir wichtig, damit die Kleinen in ihrer vertrauten Umgebung bleiben können. Und was soll ich sagen? Ich bin so unglaublich stolz auf die Rasselbande!

      – Alle wurden geimpft und gechippt.

      – Jeder Einzelne hat sein Gesundheitszeugnis mit Bravour bestanden – absolut ohne Mängel!

    Dieses Papier in den Händen zu halten, ist für mich mehr als nur eine Formalität. Es ist die Bestätigung für all die Liebe und Sorgfalt der letzten Wochen. Heute war es nun so weit: Die ersten zwei Hundekinder packten ihre Köfferchen. Es ist dieser Moment, in dem ich mit einem lachenden und einem weinenden Auge an der Tür stehe und sie in ihre neuen Familien ziehen lasse.

    Gerade jetzt, beim letzten Wurf, ist dieses Gefühl nochmal ein ganz besonderes. Aber ich bin auch Dankbar, diese Entscheidung getroffen zu haben. Ich sage es euch ganz ehrlich: Bisher ist es mir immer geglückt, meine Welpen in tolle Familien zu vermitteln. Aber der Weg dorthin? Der ist oft so steinig, dass man ins Stolpern kommt. Es sind nicht die schlaflosen Nächte, nicht die unzähligen Kackahaufen oder die harte Arbeit, die mich müde machen. Es ist der „Faktor Mensch“.

    Manchmal macht mich das Züchterleben einfach fassungslos:

      – Da sind die Leute, die unzählige Bilder und Videos fordern, als wäre es eine Katalogbestellung, nur um dann wortlos zu verschwinden.

      – Da ist die große Begeisterung am Telefon, auf die wochenlanges Schweigen folgt – und auf Nachfrage heißt es dann ganz beiläufig, man habe sich „spontan“ für einen anderen Hund entschieden.

      – Ich vergesse nie den Anruf, bei dem mir jemand sagte, mein Welpe hätte „vier Ohren“ – dabei war es nur verfilztes Fell, weil die Bürste nicht benutzt wurde. Ohren wachsen nicht über Nacht, Liebe und Pflege dagegen schon!

      – Und dann gibt es die Momente, die mir den Magen umdrehen: Wenn bis aufs Blut um den Preis gefeilscht wird, dann aber der Dispo geplündert wird, um gleich zwei Welpen zu kaufen. Und auf meine Frage, wie man sie füttern will, wenn kein Notgroschen mehr da ist, kommt die Antwort: „Mein Mann arbeitet in der Gastro, da fallen genug Essensreste an.“ Das bricht mir das Herz.

      – Oder der „ruhige Schulhund“, der nach wenigen Wochen zum SOS-Fall wurde, weil er allein im Garten bellte – er durfte erst ins Haus, wenn er stubenrein ist. Wir haben ihn natürlich sofort wieder zu uns geholt.

    Genau diese Erfahrungen sind der Grund, warum ich mich für die Kastration von Pumba entschieden habe. Es waren nicht die Hunde. Es waren die Menschen hinter den Anfragen, die mir gezeigt haben: Das ist der richtige Weg, um meine Tiere und mich zu schützen.

    Ein Lichtblick zum Schluss

    Trotz allem gibt es euch – die Menschen, die verstehen, was „GanzTierisch“ bedeutet. Die Wert auf Gesundheit und ein echtes Gleichgewicht legen. Als kleines Dankeschön für eure Treue möchte ich euch heute etwas schenken:

    Mein Silvester-Geschenk für dich:

    Ich schenke dir 15 Euro Warenwert bei deiner Bestellung bis morgen (31.12.2025)!

    Lass uns das neue Jahr mit Achtsamkeit und Liebe beginnen. Ich wünsche dir und deinen Fellnasen einen sanften, angstfreien Rutsch!

    Alles Liebe,

    Franzi von GanzTierisch

  • 26.12.2025Von Wuselwichten, Fehmarn und dem Mut zum Neuanfang

    Die letzten Stunden von Weihnachten sind angebrochen und hüllen alles in eine sanfte Stille. Während ich diese Zeilen schreibe, ist es im Haus endlich ruhig geworden; alle schlafen. Auch draußen bei den Welpen in ihrer Wurfbox kehrt nun langsam Frieden ein. Nach dem letzten Übermut sind die Bäuchlein satt und einer nach dem anderen schlummert zufrieden ein. Es ist dieser ganz besondere Moment, der den Raum öffnet, um auf ein Jahr 2025 zurückzublicken, das mich so vieles gelehrt hat.

    Dieses Jahr war für mich eine tiefe Reise der Emotionen, geprägt von meinem zweiten Jahr ohne meine Mum. Dass ich am selben Tag wie sie geboren wurde, macht unsere Verbindung für mich immer zu etwas ganz Kostbarem – auch wenn ich mir eingestehen muss, dass ich im Trubel des Alltags viel zu selten auf dem Friedhof war. Doch mein Geburtstag hielt dieses Jahr ganz eigene, wunderschöne Wendungen bereit: Ich durfte BonusMama werden und unsere Prinzessin zog bei uns ein. Diese Ereignisse sind Geschenke des Lebens, die alles einfach reicher machen, dein Kind ist ein Wunder, das uns begleitet.

    Die Kraft, meinen eigenen Weg wiederzufinden, kam aus meiner ganz persönlichen Entwicklung. Nach meiner Brustkrebserkrankung fühlte ich mich lange Zeit verloren, als würde ich ohne festes Ziel durch mein Leben „dümpeln“. Doch dann fand ich das fehlende Puzzleteil: Die Bekanntschaft mit Reico hat mein Leben verändert. Das Wissen um das mineralische Gleichgewicht hat mir eine Aufgabe geschenkt, die mich erfüllt. Heute ist mein Weg ganz klar und ich weiß genau, wo ich hingehöre.

    Auch zeitlich war dieses Jahr ein echtes Abenteuer. Es begann damit, dass wir mit viel Herzblut unseren Wohnwagen ausgebaut haben, bereit für die weite Welt. Doch als im Sommer acht Welpen unsere volle Aufmerksamkeit brauchten, musste unser Traum vom Norwegen-Urlaub erst einmal warten. In diesem Moment zeigte sich jedoch, was wahre Freundschaft bedeutet: Dank ganz toller Menschen, die inzwischen fest in meinem Herzen verankert sind, erlebten wir stattdessen zwei fantastische Wochen auf der Insel Fehmarn. Mit dem Wohnwagen, den Welpen, zwei erwachsenen Hunden und drei Kindern war es eine Zeit voller Lachen, die ich niemals vergessen werde. Insgesamt durfte ich in diesem Jahr 22 kleinen Seelen auf die Welt helfen, und während ich das schreibe, erfüllt mich das mit großer Demut.

    Bevor das Jahr nun endgültig ausklingt, führt mich mein Weg am Sonntag noch einmal nach Neubrandenburg auf den Flohmarkt. Dort werde ich mit meinen Reico-Sachen vor Ort sein, um aufzuklären. Es ist mir ein Herzensbedürfnis, mit den alten Ernährungsmythen aufzuräumen – etwa, dass Nudeln eine Hauptnahrung seien oder dass Hunde ständig Abwechslung im Napf bräuchten. Ich möchte zeigen, wie viel Lebensqualität eine artgerechte Basis schenken kann.

     Die kommende Woche bleibt emotional, wenn am Montag das Impfen und Chippen der 14 Wuselwichte ansteht und am Dienstag die ersten beiden in ihr neues Zuhause ziehen. Silvester machen wir es uns dann ganz leise gemütlich. Während die Welt draußen laut wird, halten mein „großes Kind“ und ich die Stellung für die 12 Welpen, die 4 Hunde und die zwei Kleinen, während mein Mann in der Nachtschicht arbeitet.

    Doch der Blick geht auch schon voller Vorfreude nach vorn auf das Jahr 2026. Wir starten im Januar mit einer kleinen Auszeit im Tropical Islands – ganz ohne Hunde, um einmal richtig durchzuatmen. Ein riesiges Dankeschön gilt hier meinen wunderbaren Nachbarn, die in dieser Zeit alles hier versorgen. Im Sommer wagen wir dann den zweiten Anlauf nach Norwegen; die Unterkunft ist gebucht (kann aber flexibel storniert werden. Getreu dem Motto: „Sicher ist besser“) und Trudi und Pumba werden uns begleiten. Und für das nächste Silvester steht der Plan bereits fest: Wir fahren alle gemeinsam in die Niederlande, dorthin, wo es kein privates Feuerwerk gibt und wir den Jahreswechsel in vollkommener Ruhe genießen können. Ich gehe mit einem klaren Blick und viel Liebe im Herzen aus diesem Jahr. Danke 2025, für alles, was du mich gelehrt hast. Danke an all die Menschen, die meinen Lebensweg kreuzten, manche blieben kurz, manche länger. Aber jeder einzelne machte das Jahr zudem, was es war. 

  • 24.12.2025Besinnlichkeit vs. Brückenbau

    Gestern Abend, Punkt 21:45 Uhr. Ich saß endlich da, atmete zum ersten Mal richtig durch und spürte, wie die Last eines 12-Stunden-Tages langsam von meinen Schultern rutschte. Wenn ich jetzt, am Morgen danach, zurückblicke, wird mir erst klar, wie viel emotionale Kraft dieser gestrige Tag eigentlich gekostet hat.

    Weihnachten war für mich gestern vor allem ein Tag der Bedürfnisse. Da prallten Welten aufeinander, und ich stand mittendrin. Auf der einen Seite meine drei Kinder: Die kleine Prinzessin, die noch so wunderbar in ihrer eigenen, friedlichen Welt schlummert und vom Trubel nichts ahnt. Auf der anderen Seite meine zwei Jungs, deren Aufregung fast greifbar war. Diese Mischung aus Vorfreude, tausend Fragen und dieser riesigen Erwartungshaltung, der man als Mama so gern gerecht werden möchte – das ist wunderschön, aber es saugt einen auch förmlich leer.

    Und dann sind da die „Großen“. Mein Vater und meine Schwiegermutter, beide verwitwet. Es hat mich gestern emotional tief berührt zu sehen, wie sie in ihren völlig unterschiedlichen Welten leben. Ich habe mich oft zerrissen gefühlt, wollte für beide da sein, Brücken bauen, Trost spenden und gleichzeitig die fröhliche Weihnachtsstimmung aufrechterhalten. Manchmal fühlt es sich an, als müsste man die ganze Welt auf den Schultern tragen, damit niemand sich allein fühlt.

    Dabei war der Morgen noch so friedlich – Welpen kuscheln, Geschenke unter dem Baum, ein kurzes Aufatmen während des Mittagsschlafs der Kids. Aber dann kam dieser Moment, in dem die Besinnlichkeit in puren logistischen Stress umschlug. Ich fühlte mich in diesem Moment so weit weg von der „perfekten Weihnachtsfrau“. Während mein Mann noch losraste, um die Klöße zu retten, stand ich zwischen Windeln, dem Weihnachtsmannkostüm und den Hinterlassenschaften von 14 Welpen. Kacka wegmachen, während man eigentlich schon auf dem Sprung zu Opa ist. Ich wollte einfach nur kurz duschen, mich einmal kurz wie „ich“ fühlen und nicht nur wie die Koordinatorin des Wahnsinns – aber keine Chance. Diese Dusche musste bis spät in die Nacht warten.

    Ich sage es ganz offen: Ohne meinen Mann hätte ich gestern einen Nervenzusammenbruch erlitten. Er ist mein Ruhepol. Wenn alles um mich herum zu laut, zu viel und zu fordernd wird, ist er da. Er hält mich aus, er hält mich fest und er übernimmt, wenn ich nicht mehr kann. Diese Dankbarkeit für ihn war gestern mein stärkstes Gefühl.

    Dieser Wahnsinnstag ist vorbei. Die Pflichten sind erfüllt, die Erwartungen bedient. Und jetzt? Jetzt fängt Weihnachten für mich erst richtig an. Ich ziehe mich zurück in mein kleines Imperium. Die nächsten zwei Tage gehören nur meinem Mann, meinen Jungs, der Prinzessin und unseren 18 Hunden. Inmitten von vier großen Hunden und 14 wuseligen Welpen finde ich mein Gleichgewicht wieder. Hier muss ich keine Brücken bauen, hier darf ich einfach nur sein.

    Wie habt ihr euer Weihnachten verbracht? Gab es einen Moment, der besonders hervor gestochen ist? Lass es mich gerne wissen.